Phosphorgranate auf Feld in Grevenbroich-Langwaden entdeckt: Feuerwehr sichert den Fund, vier Personen werden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.
Sonntagmorgen, eigentlich ein ganz normaler Tag auf dem Feld – und dann sowas: Bei Feldarbeiten in der Nähe von Gut Norbisrath in Grevenbroich-Langwaden hat ein Landwirt an seiner landwirtschaftlichen Maschine einen verdächtigen Gegenstand entdeckt, aus dem Rauch aufstieg. Kein Wunder, dass er sofort die Feuerwehr alarmiert hat.1
Gegen 10:10 Uhr rückten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Grevenbroich mit zahlreichen Kräften an. Vor Ort bestätigte sich dann der Verdacht: Es handelte sich wohl um eine Phosphorgranate aus einem früheren Krieg. Der Kampfmittelkörper war aufgerissen und hat weiter Rauch entwickelt – kein ungefährliches Szenario also.1
Damit der Phosphor nicht weiter mit Sauerstoff in Kontakt kommt, haben die Einsatzkräfte direkt auf dem Feld eine Erdgrube angelegt. Mit einem Einreißhaken wurde der Gegenstand vorsichtig in die Grube gezogen und komplett mit Erde bedeckt. Die Fundstelle wurde anschließend markiert, damit nichts durcheinanderkommt.1
Über das Ordnungsamt der Stadt Grevenbroich wurde der Kampfmittelräumdienst hinzugezogen, der die eigentliche Bergung des verdächtigen Fundstücks übernommen hat. Profis für sowas gibt’s zum Glück.1
Richtig brenzlig wurde es für vier Personen, darunter auch ein Kind. Sie wurden vom Rettungsdienst vorsorglich in Krankenhäuser gebracht. Dabei handelte es sich um Familienangehörige beziehungsweise Mitarbeiter des landwirtschaftlichen Betriebs. Die medizinische Untersuchung sollte ausschließen, dass sie durch möglicherweise freigesetzte Phosphordämpfe gesundheitliche Schäden davongetragen haben.1
Die gute Nachricht: Schon in der Frühphase des Einsatzes konnte die Zahl der Einsatzkräfte reduziert werden. Gegen 12:00 Uhr war der Spuk dann auch schon wieder vorbei und der Einsatz der Feuerwehr endgültig beendet.1
Im Einsatz waren zahlreiche Kräfte der Einheiten Wevelinghoven, Gustorf-Gindorf, Kapellen, Hülchrath, Neukirchen sowie der hauptamtlichen Wache. Ein echter Kraftakt für alle Beteiligten, der aber zum Glück glimpflich ausgegangen ist.1
Kampfmittelfunde sind in NRW leider immer noch keine Seltenheit – gerade bei Feldarbeiten kommen regelmäßig Relikte aus vergangenen Kriegen zum Vorschein. Der Fall in Langwaden zeigt aber auch, wie wichtig schnelles und besonnenes Handeln ist, wenn es mal wieder passiert. Gut, dass alle Beteiligten mit einem Schrecken davongekommen sind.
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