In Hagen wurde einer 89-Jährigen die Goldkette mit Ehering vom Hals gerissen. Die Kripo sucht nun Zeugen zu den drei flüchtigen Täterinnen und ihrem Fluchtauto.
Was sich am Samstagnachmittag in Hagen abgespielt hat, geht echt unter die Haut. Eine 89-jährige Frau war einfach nur auf der Viktoriastraße unterwegs, als ihr drei fremde Frauen den Weg verstellten – und sie um ihre Goldkette erleichterten. Mitten am helllichten Tag, gegen 13.40 Uhr, direkt an der Einmündung zur Bergstraße.1
Richtig fies wird’s, wenn man sich den Ablauf genauer anschaut. Laut Polizei haben zwei der Frauen die Seniorin erstmal in ein Gespräch verwickelt – klassische Ablenkungstaktik. Während die 89-Jährige also abgelenkt war, riss ihr die dritte Frau einfach die Goldkette vom Hals. Danach ging alles super schnell: Die drei Täterinnen flüchteten in einem weißen Mercedes, gefahren von einem Mann, der offenbar schon auf sie gewartet hat.1
Besonders bitter: An der geklauten Kette hing nicht irgendein Schmuckstück, sondern der Ehering der Seniorin. Also ein Teil mit richtig viel emotionalem Wert, das man nicht einfach durch was Neues ersetzen kann.1
Die gute Nachricht immerhin: Die 89-Jährige blieb körperlich unverletzt. Sie hat ihren Sohn über den Vorfall informiert, der dann am Abend zur Polizeiwache gegangen ist und alles geschildert hat. Eine genaue Beschreibung der drei Frauen konnte die Seniorin leider nicht liefern – kein Wunder, so ein Schreckmoment lässt wohl kaum Zeit, sich Gesichter einzuprägen.1
Die Kriminalpolizei Hagen hat die Ermittlungen wegen des Raubes jetzt übernommen. Wer in dem Bereich der Viktoriastraße oder Bergstraße am Samstagnachmittag was Verdächtiges beobachtet hat – vor allem natürlich den weißen Mercedes oder die drei Frauen – soll sich unbedingt melden. Die Polizei ist unter der Nummer 02331 986 2066 erreichbar.1
Leider ist sowas kein Einzelfall. Gerade ältere Menschen werden immer wieder Opfer von dreisten Tricks, bei denen Täter in Gruppen vorgehen, um abzulenken und zuzuschlagen. Erst am Freitag vor dem Vorfall hatte sich in Hagen-Emst übrigens schon ein ähnlich perfider Fall ereignet, bei dem ein Mann unter einem Vorwand Zugang zur Wohnung einer 86-Jährigen verschafft und Schmuck gestohlen hat.1
Wenn ihr Angehörige habt, die öfter allein unterwegs sind: Sprecht ruhig mal drüber, dass man bei spontanen Ansprachen auf der Straße vorsichtig sein sollte – gerade wenn gleich mehrere Personen gleichzeitig das Gespräch suchen. Das klingt vielleicht banal, kann aber im Ernstfall echt helfen.
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