Elf Schüsse auf Geschäfte in Bielefeld, zwölf Fälle in ganz OWL und eine Explosion in Brackwede: Die Chronologie der Schuss-Serie und der Verdacht auf…
In Bielefeld und Umgebung geht’s weiter: Die Schuss-Serie auf Geschäfte, Autohäuser und sogar Wohnhäuser hat mittlerweile einen traurigen Rekord erreicht. Wie die Neue Westfälische berichtet, zählt die Bielefelder Polizei inzwischen elf Vorfälle. Los ging alles in der Nacht vom 29. auf den 30. September mit einem Angriff auf ein Autohaus an der Brackweder Straße. Der bislang jüngste Fall in Bielefeld ereignete sich in der Nacht vom 1. auf den 2. November, als erneut ein Juweliergeschäft unter Beschuss geriet.
Und als wäre das nicht genug, gab’s in Brackwede sogar noch einen draufgesetzt: Dort hat laut Radio Gütersloh am Wochenende, genauer in der Nacht zum 31. Oktober um 23:19 Uhr, ein Unbekannter eine Explosion an einem Juweliergeschäft an der Hauptstraße ausgelöst. Durch die Wucht wurde vor allem das Schaufenster zerstört. Zeugen beobachteten einen dunkel gekleideten Mann, der Richtung Brackweder Kirche flüchtete. Das Fiese daran: Auf genau dieses Juweliergeschäft war schon vorher geschossen worden.
Was viele nicht wissen: Die Täter machen nicht an der Bielefelder Stadtgrenze halt. Laut einem Überblick der Zeitung Die Glocke summieren sich die Fälle in ganz OWL mittlerweile auf zwölf – neun davon in Bielefeld, zwei in Gütersloh und einer in Kirchlengern. Der aktuellste Fall in Gütersloh passierte an der Moltkestraße, wo ebenfalls ein Juweliergeschäft ins Visier geriet. Die Glocke berichtet außerdem, dass es am vergangenen Wochenende immerhin keine neuen Schüsse in Gütersloh und Bielefeld gegeben hat – die Ermittlungen laufen aber auf Hochtouren weiter.
Die Bielefelder Ermittlungskommission, die sich inzwischen sowohl mit den Schüssen auf Bielefelder als auch auf Gütersloher Geschäfte beschäftigt, hat die Explosion in Brackwede mit auf dem Schirm. Wie Radio Gütersloh berichtet, ziehen die Ermittler durchaus eine Verbindung zu möglichen Schutzgelderpressungen gegenüber Geschäftsleuten in Betracht. Ein heißes Thema, das auch schon bei anderen Vorfällen der Serie im Raum stand – etwa bei den Schüssen auf das Bielefelder Restaurant „Plaza“, wo die Polizei ihre Präsenz verstärkt hatte, weil ebenfalls der Verdacht auf Schutzgeld-Erpressung bestand.
Auffällig ist außerdem, dass es bei den Vorfällen in Gütersloh offenbar schon einen Ermittlungserfolg gab: Laut Die Glocke kam es im Zusammenhang mit den Schüssen auf eine Shisha-Bar zu einer Festnahme eines 19-Jährigen. Ob dieser Fall mit den anderen Vorfällen der Serie zusammenhängt, ist bislang nicht klar.
Fest steht: Die Serie beschäftigt mittlerweile mehrere Ermittlungsbehörden gleichzeitig und sorgt für ordentlich Gesprächsstoff in der Region. Ob hinter den teils spektakulären Taten – von gezielten Schüssen bis zur Explosion mit Sprengsatz – am Ende tatsächlich organisierte Schutzgeld-Erpressung steckt, muss die Bielefelder Ermittlungskommission erst noch klären. Bis dahin bleibt nur zu hoffen, dass die Serie bald ein Ende findet und niemand zu Schaden kommt.
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