Zwei Radfahrer aus Hennef wurden in Sankt Augustin mit 1,3 und 1,7 Promille erwischt und versuchten sogar vor der Polizei zu flüchten.
Zwei junge Männer aus Hennef haben in der Nacht von Freitag auf Samstag ordentlich einen über den Durst getrunken – und sind trotzdem aufs Rad gestiegen. In Sankt Augustin fiel einer Polizeistreife gegen 00:30 Uhr auf, wie die beiden auf der Hauptstraße in Richtung Buisdorf unterwegs waren. Ihre Zweiräder hatten weder Licht an, noch konnten die beiden eine gerade Linie halten. Schlangenlinien auf dunkler Straße – klarer Fall für die Polizei, genauer hinzuschauen.1
Als die Beamten die Radler aus dem Streifenwagen heraus ansprachen und zum Anhalten aufforderten, hatten die beiden offenbar andere Pläne. Sie wendeten kurzerhand und fuhren in die entgegengesetzte Richtung davon. Die Polizei blieb aber dran, folgte im Streifenwagen, und auch nach weiteren Fluchtversuchen konnten die jungen Männer schließlich gestoppt werden.1
Spätestens bei der Kontrolle war klar, warum die beiden so wenig Lust auf ein Gespräch mit der Polizei hatten: deutlicher Alkoholgeruch, verwaschene Aussprache und Gleichgewichtsprobleme – die klassischen Anzeichen. Die freiwilligen Atemalkoholtests brachten es dann auf den Punkt: 1,3 und 1,7 Promille.1
Die beiden 19- und 20-Jährigen wurden zur Polizeiwache gebracht, wo ihnen ein Arzt jeweils eine Blutprobe entnahm. Jetzt müssen sich die beiden wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr verantworten – das bedeutet Strafanzeige für beide.1
Viele denken, auf dem Rad kann man es mit dem Alkohol lockerer angehen lassen als im Auto. Ein fataler Irrtum. Die Polizei macht in ihrer Mitteilung klar: Für Radfahrende gilt ein Wert von 1,6 Promille als absolute Fahruntüchtigkeit. Wer mit so einem Wert aufs Rad steigt, begeht automatisch eine Straftat – ganz egal, wie „sicher“ man sich fühlt.1
Und selbst wenn der Wert niedriger liegt, kann es brenzlig werden: Zeigt jemand Ausfallerscheinungen wie eben Schlangenlinien, reicht schon ein Wert von 0,3 Promille, um Ärger zu bekommen. Sprich: Auch nach „nur“ ein paar Bier kann es schon kritisch werden, wenn man unsicher unterwegs ist.1
Die Geschichte zeigt mal wieder: Alkohol und Straßenverkehr – egal ob mit Auto oder Rad – passen einfach nicht zusammen. Wer feiern war und gemerkt hat, dass er zu tief ins Glas geschaut hat, sollte das Rad lieber stehen lassen und ein Taxi rufen oder zu Fuß gehen. Nicht nur wegen der Strafanzeige, sondern vor allem wegen der eigenen Sicherheit und der anderer Verkehrsteilnehmer. Schlangenlinien in der Nacht können schnell im Krankenhaus oder noch schlimmer enden.1
Also: Wenn ihr das nächste Mal auf einer Feier seid und überlegt, wie ihr nach Hause kommt – denkt an die beiden Hennefer aus Sankt Augustin. Lieber kurz nüchtern bleiben oder jemanden anrufen, als am Ende mit Blutprobe und Strafanzeige dazustehen.
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