Falsche Polizeibeamte ergaunerten im Bergischen über 140.000 Euro von zwei Senioren. Jetzt läuft der Prozess gegen den mutmaßlichen Abholer vor dem…
Die fiese Masche mit den falschen Polizeibeamten beschäftigt aktuell das Landgericht Köln. Wie Radio Berg berichtet, muss sich ein 25-Jähriger wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in zwei Fällen verantworten. Die Opfer kommen aus dem Bergischen – und der Schaden geht in die Hunderttausende.
Laut Radio Berg soll der Angeklagte vor dreieinhalb Jahren als sogenannter Abholer für eine Betrügerbande unterwegs gewesen sein. Das Prinzip dahinter kennt man leider immer wieder: Mittäter riefen ältere Menschen an, gaben sich am Telefon als Polizisten aus und erzählten, ein Familienmitglied habe einen Unfall verursacht. Um eine Kaution zu umgehen, sollte angeblich Geld oder Wertgegenstände hinterlegt werden.
Nach Angaben von Radio Berg traf es im ersten Fall eine 87-jährige Frau aus Radevormwald. Sie übergab dem Angeklagten Gold- und Silbermünzen. Im zweiten Fall ging die Betrügerbande noch dreister vor: Ein 92-jähriger Mann aus Bergisch Gladbach übergab dem Angeklagten laut Radio Berg unter anderem 40.000 Euro Bargeld sowie Goldmünzen im Wert von 80.000 Euro.
Der Gesamtschaden aus beiden Fällen liegt damit bei mehr als 140.000 Euro. Wie Radio Berg unter Berufung auf das Landgericht Köln berichtet, will die Staatsanwaltschaft diese Summe vom Angeklagten zurückfordern.
Der Prozess vor dem Landgericht Köln hat begonnen, ein Urteil steht noch aus. Die Masche mit falschen Polizeibeamten zählt seit Jahren zu den häufigsten Betrugsformen gegen ältere Menschen in NRW – gerade deshalb lohnt es sich, in der Familie oder im Bekanntenkreis immer wieder daran zu erinnern: Echte Polizisten fragen niemals am Telefon nach Geld oder Wertsachen.
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