Bearcave erzählt die Geschichte zweier bester Freundinnen auf der Suche nach einer mythischen Höhle in Griechenland.
Wenn ihr auf der Suche nach einem Film seid, der nicht die 08/15-Lovestory erzählt, dann solltet ihr euch „Bearcave“ auf den Schirm holen. Der griechisch-britische Film erzählt die Geschichte von Argyro und Anneta, zwei besten Freundinnen aus einem kleinen griechischen Bergdorf, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Argyro schuftet als Bäuerin, Anneta ist das It-Girl des Dorfes, dem alle Männer zu Füßen liegen – auch wenn Argyro das heimlich genauso geht. Laut Angaben von queerfilmnacht.de wird Anneta dann schwanger von ihrem Freund, einem Polizisten aus der nächstgrößeren Stadt. Bevor sich ihre Wege trennen, fordert Argyro ihre Freundin zu einer gemeinsamen Reise heraus: Die beiden machen sich auf die Suche nach der mythischen Bärenhöhle, und diese Reise verändert ihr Leben für immer.
Das Regie-Duo Stergios Dinopoulos und Krysianna B. Papadakis hat die Geschichte erst als Kurzfilm umgesetzt, bevor daraus der abendfüllende Film wurde. Wie queerfilmnacht.de berichtet, erhielt „Bearcave“ 2024 den Hauptpreis des Wettbewerbs Works in Progress in Thessaloniki. Ein Jahr später feierte der Film seine Weltpremiere in Venedig. Die beiden Regisseur:innen beschreiben ihr Werk als optimistischen, widerständigen Liebesfilm, der die Leben zweier queerer Frauen in Griechenland mit viel Humor und Licht zeigt – bewusst anders als die Dunkelheit, die man sonst oft mit dem Leben queerer Menschen auf dem Land verbindet. Gedreht wurde laut Director’s Statement übrigens in den Häusern der Großmütter der Team-Mitglieder, mit einer jungen, von Frauen geführten Crew talentierter griechischer Filmschaffender.
Die Hauptrollen übernehmen Hara Kyriazi als Argyro und Pamela Oikonomaki als Anneta. Für die Kamera war Arsinoi Pilou verantwortlich, die Musik stammt von John Tournas. Produziert wurde „Bearcave“ von Pame Ligo Collective und Pucci Productions in Zusammenarbeit mit dem Hellenic Film & Audiovisual Center, der Verleih läuft über Salzgeber. Der Film läuft in der griechischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln und ist ab 12 Jahren freigegeben. Mit 121 Minuten Laufzeit habt ihr also genug Zeit, komplett in die Geschichte der beiden Freundinnen einzutauchen.
Wer in NRW wohnt, hat gleich mehrere Gelegenheiten, „Bearcave“ auf der großen Leinwand zu erleben. Laut koeln.de lief der Film in Köln am Dienstag, den 10. November, um 21 Uhr im Kino Filmpalette in der Originalfassung mit Untertiteln. Auch in anderen NRW-Städten steht der Film laut queerfilmnacht.de auf dem Programm: In Aachen zeigte ihn das Apollo Kino & Bar am 12. November um 20.45 Uhr, in Bielefeld lief er am 11. November im Kamera-Kino, in Duisburg im Filmforum am 16. November und in Düsseldorf im Bambi-Kino bereits am 9. November um 21 Uhr. In Essen stand der Film am 18. November im Astra Theater auf dem Spielplan, in Steinfurt im Kino Eule ebenfalls am 16. November um 20 Uhr. Checkt am besten direkt bei eurem Lieblingskino vor Ort, ob noch weitere Termine dazukommen.
„Bearcave“ ist mehr als nur ein weiterer Independent-Film – er erzählt eine Geschichte voller Wärme, Humor und einer ordentlichen Portion griechischer Mythologie. Wenn ihr Lust auf queeres Kino abseits des Mainstreams habt, lohnt sich definitiv ein Blick ins Programm eures lokalen Arthouse-Kinos.
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