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1. FC Köln: Diese Stadion-Pläne stehen gerade im Raum
4. November 2026

1. FC Köln: Die Vorstandsteams haben große Stadion-Pläne für Müngersdorf. Wir zeigen euch die Visionen und wo Köln im deutschen Stadion-Vergleich steht.

Was ist beim FC-Stadion gerade los?

Die Stadionfrage beim 1. FC Köln ist wieder voll im Gespräch. Grund dafür ist der Machtkampf um den Vorstand beim Effzeh, bei dem gleich drei kandidierende Teams eigene Visionen für die Zukunft des RheinEnergieSTADIONs vorgestellt haben. Wie der GEISSBLOG berichtet, läuft der aktuelle Pachtvertrag des FC für das Stadion mit der Stadt Köln noch bis 2034. Trotzdem wollen alle drei Teams schon jetzt mit einem Masterplan starten – schließlich hat sich beim Ausbau des Geißbockheims gezeigt, dass solche Großprojekte in Köln gerne mal länger als ein Jahrzehnt dauern.

Drei Teams, drei Visionen

Team Adenauer setzt auf ein Genossenschaftsmodell: Die Mitglieder sollen Geschäftsanteile erwerben können, um das Stadion zu kaufen und auf 75.000 Plätze auszubauen. Klappt das nicht, soll ein komplett neues Stadion an anderer Stelle entstehen – mit mindestens 80.000 Plätzen und einem besonderen ökologischen Anspruch, inklusive aufgeforstetem Wald und künstlichem See.

Team Stobbe will dagegen erstmal auf Zahlen verzichten, die nicht seriös belegt sind. Laut GEISSBLOG kritisiert das Team, dass die bisher einzige Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2019 wichtige Fragen wie Finanzierung, Mobilität oder Hospitality außen vor lässt. Der Fokus soll klar auf Müngersdorf bleiben, aber erst nach gründlicher Prüfung mit der Stadt, der Kölner Sportstätten GmbH und Experten soll eine echte Stadionstrategie entstehen.

Team Stroman nennt den Standort Müngersdorf „unverhandelbar“ und lehnt einen Neubau auf der grünen Wiese ab. Stattdessen soll binnen der ersten 100 Tage nach der Wahl ein Expertenkreis einberufen werden, der eine Modernisierung und einen Ausbau am traditionsreichen Standort prüft. Die Vision nennt sich „Sportpark Müngersdorf 2.0“ und soll den gesamten Sportpark mit Radstadion, Deutscher Sporthochschule und Olympiastützpunkt Rheinland weiterentwickeln.

Wie viele Plätze braucht der FC wirklich?

Bei der Kapazität gehen die Vorstellungen der Teams deutlich auseinander. Team Adenauer peilt mindestens 75.000 bis 80.000 Plätze an, Team Stroman hält 60.000 bis 65.000 für wünschenswert, warnt aber selbst, dass sich das ohne nähere Prüfung nicht seriös beurteilen lässt. Team Stobbe will erst die Ergebnisse einer Bedarfsermittlung abwarten, bevor überhaupt Zahlen genannt werden.

Auch bei den Stehplätzen gibt es Unterschiede: Aktuell hat das Stadion laut Team Stroman knapp über 8.000 Stehplätze, die auf mindestens 15.000 wachsen sollen. Team Adenauer denkt bei einem großen Stadion sogar an 15.000 bis 20.000 Stehplätze, inklusive einer möglichen Rückkehr zu einem Stehplatzbereich auf der Osttribüne, wie es ihn im alten Müngersdorfer Stadion schon mal gab.

Wo steht Köln im bundesweiten Vergleich?

Mit seinen aktuell 50.000 Plätzen liegt das RheinEnergieSTADION laut fussballstadion.de im deutschlandweiten Vergleich auf Platz 11 der größten Fußballstadien – exakt gleichauf mit dem Max-Morlock-Stadion in Nürnberg. An der Spitze steht weiterhin der Signal Iduna Park in Dortmund mit 81.365 Plätzen, gefolgt von der Allianz Arena in München und dem Olympiastadion Berlin.

Interessant: Eine frühere Machbarkeitsstudie kam laut fussballstadion.de zu dem Schluss, dass ein Ausbau des Kölner Stadions auf rund 75.000 Plätze zwar technisch möglich wäre, wirtschaftlich aber nicht sinnvoll ist. Stattdessen setzt der Verein bislang eher auf Modernisierung statt auf einen großen Kapazitätssprung. Damit steht der FC nicht allein da: Auch der Hamburger SV und Eintracht Frankfurt planen aktuell größere Stadion-Ausbauten, während Union Berlin seine Alte Försterei auf 34.500 Plätze erweitern will.

Wie geht es weiter?

Fest steht: Eine schnelle Entscheidung ist nicht in Sicht. Alle drei Vorstandsteams betonen, dass sie erst Experten einbinden und fundierte Studien abwarten wollen, bevor konkrete Pläne stehen. Klar ist aber auch, dass das Thema Stadion-Zukunft nach der Vorstandswahl ganz oben auf der Agenda bleiben dürfte – unabhängig davon, welches Team am Ende das Sagen hat.

Quellen


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