Marc Bartra kehrt mit Real Betis zum BVB zurück: Was die Rückkehr des Ex-Verteidigers für Dortmund und die Fans in der Champions League bedeutet.
Am Mittwoch empfängt Borussia Dortmund in der Champions League Real Betis Sevilla – und damit auch einen alten Bekannten: Marc Bartra. Der heute 35-jährige Innenverteidiger spielte zwischen 2016 und Ende Januar 2018 in 51 Pflichtspielen für den BVB, bevor er nach eineinhalb Jahren seines eigentlich vierjährigen Vertrags zurück nach Hause wechselte, wie kicker.de berichtet.
Nach knapp neun Jahren steht Bartra nun wieder im Signal-Iduna-Park – diesmal im Trikot der Spanier. Wie er dem SID vor der Partie sagte, sei die Rückkehr nach Dortmund als Vertreter von Betis in einem solch besonderen Wettbewerb „ein Geschenk“. Er empfinde gegenüber Dortmund eine große Verbundenheit und freue sich riesig auf das Spiel.
Untrennbar mit Bartras Dortmund-Zeit verbunden ist der Sprengstoffanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus am 11. April 2017. Laut kicker.de war Bartra der einzige Spieler, der bei dem Attentat verletzt wurde – sein rechtes Handgelenk brach, zudem erlitt er Fremdkörper-Einsprengungen im Arm. Wie das Portal schwatzgelb.de schreibt, tummelten sich die Dortmunder Fans an jenem Abend bereits im und um das Stadion, als der Anschlag die Partie verhinderte.
Nur wenige Wochen später stand Bartra mit geschientem Arm schon wieder auf dem Platz. Schwatzgelb.de beschreibt den Moment, als er mit eingegipstem Arm die Faust vor der Südtribüne in die Höhe streckte, als „legendär“ und bezeichnet Bartra als Sinnbild dafür, dass der BVB immer wieder aufstehe. Am 27. Mai 2017, 46 Tage nach dem Anschlag, gewann Bartra mit Dortmund den DFB-Pokal. An die glücklichen Gesichter der Fans beim anschließenden Umzug durch die Stadt erinnert sich Bartra laut kicker.de bis heute gerne zurück.
Wie kicker.de berichtet, möchte Bartra inzwischen nicht mehr über das Attentat selbst sprechen, weil es dabei immer wieder nur um traumatische Details gehe. Stattdessen erzählt er lieber von den guten Erinnerungen an seine Zeit in Dortmund. Mit mehreren ehemaligen Mitspielern wie Pierre-Emerick Aubameyang, Sokratis, Mikel Merino, Roman Weidenfeller, Marco Reus, Nuri Sahin und Mario Götze steht er laut eigener Aussage bis heute gelegentlich in Kontakt. Der Fußball führe Spieler zwar an viele verschiedene Orte, so Bartra, aber manche Menschen blieben einem trotzdem erhalten.
Besonders auf die Atmosphäre im Stadion freut sich Bartra laut kicker.de ganz besonders. Das Gefühl im Westfalenstadion lasse sich schwer in Worte fassen, es sei eine „brutale Energie“, wenn Zehntausende Fans gemeinsam sängen und sprängen.
Sportlich ist die Partie für Borussia Dortmund alles andere als ein Selbstläufer. Wie schwatzgelb.de berichtet, geht Real Betis unter Trainer Manuel Pellegrini bislang makellos durch den Champions-League-Wettbewerb und holte aus den bisherigen Spielen neun von neun möglichen Punkten. Der BVB will nun nachziehen und im eigenen Stadion gleichziehen.
Trotz aller Sympathie für den ehemaligen Publikumsliebling dürfte klar sein: Für die Dortmunder Fans zählt am Ende das Ergebnis. Die emotionale Verbindung zu Bartra bleibt davon aber unberührt – schließlich hat sich der Spanier durch seine Geschichte und seinen Charakter einen festen Platz in der Erinnerung der BVB-Anhänger gesichert.
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