Zoll stoppt Auto auf der A46 bei Erkelenz und findet 507 Gramm Kokain hinter dem Handschuhfach. Zwei Männer sitzen jetzt in Untersuchungshaft.
Zwei Männer, ein Auto, ein halbes Kilo Kokain hinter dem Handschuhfach – was klingt wie der Plot eines schlechten Krimis, war Ende Oktober knallharte Realität auf der Bundesautobahn 46 bei Erkelenz. Der Aachener Zoll hat zwei Männer vorläufig festgenommen, denen jetzt die Einfuhr von mehr als 500 Gramm Kokain vorgeworfen wird.1
Die Zöllnerinnen und Zöllner zogen das Fahrzeug der beiden Männer aus dem fließenden Verkehr. Bei der Kontrolle gaben die Insassen erstmal an, nur in den Niederlanden gewesen zu sein – keine Drogen, keine Waffen, kein großes Bargeld dabei. Klingt erstmal harmlos, oder? Den Beamten kamen die weiteren Aussagen der beiden aber verdächtig vor, also wurde genauer hingeschaut.1
Und siehe da: Hinter dem Handschuhfach versteckt fanden die Einsatzkräfte einen Block Kokain, szenetypisch verpackt, mit einem Gesamtgewicht von 507 Gramm.1
Der 27-jährige Fahrer und sein 55-jähriger Beifahrer wurden wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vorläufig festgenommen. Das Kokain hat der Zoll natürlich sichergestellt.1
Damit nicht genug: Im Kofferraum tauchten noch zwei Kfz-Kennzeichen auf, die eigentlich zur amtlichen Entstempelung ausgeschrieben waren. Und als wäre das nicht schon genug Pech für die beiden, konnte der Fahrer auch keinen Führerschein vorweisen – es bestand also zusätzlich der Verdacht des Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Diese beiden Sachverhalte hat die Polizei Heinsberg zuständigkeitshalber übernommen.1
Die weiteren Ermittlungen wegen des mutmaßlichen Drogenschmuggels laufen bei der Zollfahndung Essen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach wurden beide Beschuldigte einem Richter vorgeführt – der hat Untersuchungshaft angeordnet. Für die beiden Männer heißt das erstmal: Ab hinter Gitter, bis der Fall geklärt ist.1
Der Fall zeigt mal wieder, wie wachsam der Zoll auf den Autobahnen in NRW unterwegs ist. Auch wenn auf den ersten Blick alles normal wirkt, reicht oft schon ein komisches Bauchgefühl bei den Beamten, um einen großen Fund aufzudecken. Für Schmuggler wird’s also immer enger – gut so.
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