Gebäudebrand in Kamen: Feuer auf Balkon greift aufs Dach über, rund 50 Einsatzkräfte im Einsatz. Wohnung unbewohnbar, Polizei ermittelt zur Brandursache.
Am Samstagnachmittag musste die Feuerwehr Kamen zu einem Gebäudebrand an der Konrad-Zuse-Straße ausrücken. Um 15:51 Uhr ging die Meldung ein, und beim Eintreffen der ersten Kräfte war schnell klar: Das war kein Fehlalarm.1 Aus bislang ungeklärter Ursache hatte sich auf einem rückwärtigen Balkon im ersten Obergeschoss eines Wohnhauses ein Feuer entwickelt. Von dort breiteten sich die Flammen über die Dachhaut aus und griffen sowohl von außen als auch von innen auf den Dachbereich über.1
Die Einsatzkräfte haben sofort reagiert: Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz vor, um den Brand in den Griff zu bekommen. Dabei wurde sowohl über eine Drehleiter von außen gelöscht, als auch direkt im Gebäude selbst.1 Das Feuer konnte zwar zeitnah unter Kontrolle gebracht werden, aber damit war die Arbeit noch lange nicht vorbei. Richtig aufwändig wurde es bei den Nachlöscharbeiten: Teile der Dachhaut mussten entfernt und der Dachbereich von innen geöffnet werden, um wirklich jedes versteckte Glutnest zu erwischen.1
Weil so viele Atemschutzgeräteträger gebraucht wurden, kam Unterstützung von außerhalb: Die TOJ-Einheit (Training on Job) der Feuerwehr Lünen wurde nachalarmiert und half bei den umfangreichen Nachlöscharbeiten mit.1 Parallel dazu musste natürlich auch der Rest von Kamen weiter versorgt sein – deshalb stellten andere Einheiten den Grundschutz für das Stadtgebiet an der Feuer- und Rettungswache sicher.1
Die gute Nachricht zuerst: Bei dem Brand wurde zum Glück niemand verletzt.1 Die betroffene Wohnung hat allerdings so starke Schäden davongetragen, dass sie aktuell nicht mehr bewohnbar ist.1 In der Spitze waren rund 50 Einsatzkräfte vor Ort im Einsatz – darunter die hauptamtliche Wache, die Einheiten Mitte, Südkamen und Methler, die Sondereinheit Information und Kommunikation, der Einsatzführungsdienst sowie ein Pressesprecher.1 Um 20:15 Uhr konnte die Feuerwehr Kamen den Einsatz schließlich für beendet erklären.1
Wie es genau zu dem Feuer auf dem Balkon kommen konnte, ist bislang noch unklar. Die Einsatzstelle wurde deshalb an die Polizei übergeben, die sich jetzt um die Ermittlung der Brandursache kümmert.1 Fälle wie dieser zeigen mal wieder, wie wichtig ein schnelles und koordiniertes Vorgehen der Feuerwehr ist – gerade wenn sich ein Feuer so rasant über Dachkonstruktionen ausbreitet. Gut, dass hier am Ende alle Einsatzkräfte unverletzt geblieben sind und schlimmeres verhindert werden konnte.
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