Die Kölner Ehrengarde feiert 125 Jahre und will trotz Kritik an ihren Reitern im Rosenmontagszug festhalten. Alle Fakten zum Jubiläum im Überblick.
Die Ehrengarde der Stadt Köln feiert ihr 125-jähriges Bestehen und hat damit auch ihre Jubiläums-Session eröffnet. Wie die Rundschau Online berichtet, startete das Korps den Auftakt mit einem Empfang im Historischen Rathaus und einer anschließenden Messe im Kölner Dom. Oberbürgermeister Torsten Burmester empfing die Reitergarde dort persönlich und würdigte die Jubilare mit den Worten, 125 Jahre Ehrengarde stünden für Heimatliebe, soziales Engagement und Gemeinschaft.
Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand neben der Rückschau auf die Vereinsgeschichte vor allem ein aktuelles Thema: der Umgang mit den Pferden im Rosenmontagszug. Laut Rundschau Online erklärte Präsident Hans-Georg Haumann im Rathaus, die Konsequenzen aus dem letzten Rosenmontagszug seien bereits gezogen worden. Alle Gespann-Pferde seien demnach durch Traktoren ersetzt worden. An den berittenen Reitern selbst wolle die Ehrengarde jedoch festhalten, solange es irgend möglich sei, so Haumann laut dem Bericht.
Die Rundschau Online erinnert in ihrem Bericht auch an die Ursprünge der Ehrengarde. Demnach wurde der jungen Reitergarde 1902 vom damaligen Festkomitee zunächst der Platz an der Seite von Bauer und Jungfrau im Rosenmontagszug verwehrt. Gründer und damaliger Präsident Heinz Strupp soll daraufhin gemeinsam mit Bauer und Jungfrau eine vorgetäuschte Panne im Zug genutzt haben, um die Reiter doch noch einzureihen.
Auch in den folgenden Jahrzehnten setzte die Ehrengarde laut dem Bericht mehrfach Akzente: 1927, zum 25-jährigen Bestehen, stellte sie mit Ferdi Leisten den ersten Prinzen nach dem Krieg. An der Seite des Tanzoffiziers stand mit Kläre Weiglein zudem erstmals in der Geschichte des Kölner Karnevals eine weibliche Regimentstochter. Der Vorstandstanz der Ehrengarde wurde 1988 mit dem Närrischen Oscar ausgezeichnet.
Zum Auftakt des Jubiläums durfte sich der frisch wiedergewählte geschäftsführende Vorstand um Präsident Haumann ins Gästebuch der Stadt Köln eintragen. Wie die Rundschau Online weiter berichtet, sprach Haumann bei dieser Gelegenheit eine offizielle Einladung an Oberbürgermeister Burmester aus, in den kommenden Jahren als Gast im Rosenmontagszug dabei zu sein.
Die Nachfrage nach dem Jubiläumsprogramm der Ehrengarde ist laut dem Bericht groß: Sämtliche Sitzungen der Jubiläums-Session sind bereits ausverkauft. Für 2027 ist zudem ein Jubiläums-Frühlings-Ball in der Flora geplant, der jedoch geladenen Gästen vorbehalten bleibt. Sollte der Ball gut ankommen, wolle man ihn fest im Kölner Veranstaltungskalender etablieren, zitiert die Rundschau Online den Präsidenten.
Darüber hinaus laufen Planungen rund um die Sanierung der Hahnentorburg, dem Domizil der Ehrengarde. Nach aktuellem Stand sollen die Arbeiten in der zweiten Hälfte 2028 abgeschlossen sein, wobei laut dem Bericht bei archäologischen Funden auch eine Verschiebung auf die Zeit nach der Session 2029 möglich wäre. Zum Abschluss der Bauarbeiten plant die Ehrengarde demnach ein großes Eröffnungsfest für die Kölner Bürgerinnen und Bürger auf dem Rudolfplatz.
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