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Ameisenbär-Nachwuchs im Zoo Dortmund: Geduld ist gefragt
8. November 2026

Zoo Dortmund freut sich über das 66. Jungtier bei den Großen Ameisenbären. Besucher müssen sich aber noch gedulden, bis sie den Nachwuchs sehen können.

Neues Jungtier, aber noch keine Besucher

Im Zoo Dortmund gibt’s tierischen Nachwuchs: Ameisenbärin Bonita hat am 30. Oktober ein gesundes Jungtier zur Welt gebracht. Damit zählt der Zoo bereits 66 Geburten Großer Ameisenbären – eine Zahl, mit der kein anderer Zoo weltweit mithalten kann. Nur: Zu sehen gibt’s den Neuankömmling aktuell noch nicht. Das Tamandua-Haus bleibt vorerst für Besucherinnen und Besucher geschlossen, damit Mutter und Kind in Ruhe ankommen können. Wann sich das ändert, steht laut Zoo Dortmund noch nicht fest.

Bonita macht das schon zum zweiten Mal

Für Bonita ist es bereits der zweite Nachwuchs. Die Ameisenbärin kam ursprünglich aus dem Zoo Singapur im Mandai Wildlife Reserve nach Dortmund und brachte im April 2025 schon ihren ersten Sohn Noah zur Welt. Der lebt weiterhin im Zoo, ist inzwischen aber selbstständig unterwegs und hat sein eigenes Gehege bezogen. Vater des neuen Jungtiers ist Antebus. Weil Große Ameisenbären Einzelgänger sind und sich ausschließlich die Mütter um den Nachwuchs kümmern, hat der Zoo die beiden Elterntiere schon vor der Geburt dauerhaft getrennt – auch in freier Wildbahn beteiligen sich die Männchen nicht an der Aufzucht. Wie Nordstadtblogger berichtet, beobachtet das Pflegeteam die Entwicklung des Jungtiers aus dem Hintergrund, um die Bindung zwischen Mutter und Kind nicht zu stören.

Dortmund als „Welthauptstadt der Ameisenbären“

Mit mittlerweile 66 erfolgreichen Geburten hat sich der Zoo Dortmund international einen Namen gemacht. In Fachkreisen gilt die Stadt deshalb als „Welthauptstadt der Ameisenbären“. Diese Spitzenposition kommt nicht von ungefähr: Seit 1985 koordiniert der Zoo das Europäische Erhaltungszuchtprogramm, das heute unter dem Namen EAZA Ex-situ Programme läuft. Im Rahmen des Europäischen Zoo- und Aquarienverbandes stimmt Dortmund Zucht und Austausch der Tiere mit anderen Einrichtungen ab, damit die Population in europäischen Zoos langfristig stabil und genetisch vielfältig bleibt.

Auch auf internationaler Ebene trägt der Zoo Verantwortung: Seit 1979 führt er im Auftrag des Welt-Zoo- und Aquarienverbandes das Internationale Zuchtbuch für Große Ameisenbären. Darin werden Bestände und Abstammung aller Tiere dieser Art in zoologischen Einrichtungen weltweit erfasst. Diese Daten helfen Zoos dabei, Tiere gezielt zu vergesellschaften und zu züchten – ein wichtiger Baustein für den Erhalt der Art.

Fazit

Das 66. Jungtier zeigt einmal mehr, warum Dortmund in Sachen Ameisenbären ganz vorne mitspielt. Bis Besucherinnen und Besucher den Nachwuchs selbst bestaunen können, heißt es aber erstmal abwarten. Sobald sich im Tamandua-Haus etwas tut, dürfte der Zoo das sicher bekanntgeben.

Quellen


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