Die Kirmes eröffnet heute den Countdown zum größten Schützenfest der Welt in Neuss. Attraktionen und Sicherheit stehen im Fokus.
Am Freitagnachmittag beginnt in Neuss die Kirmes, und damit wird inoffiziell das größte Schützenfest eines Vereins weltweit eingeläutet. Rund eine Million Gäste werden bis Dienstag in der Stadt erwartet. Ein Highlight wird die Königsparade am Sonntag für den amtierenden Schützenkönig Bert Römgens sein, der als erster jüdischen Schützenkönig und Teil des ersten gleichgeschlechtlichen Königspaares in der Geschichte des Schützenfestes gilt.
Der Kirmesaufbau war in diesem Jahr besonders herausfordernd, da die Arbeiten am Radschnellweg zwischen Neuss und Monheim sowie an der Landesgartenschau 2026 stattfanden. Einige Fahrgeschäfte musste umplatziert werden, während andere ganz ausfielen. Ein großes Riesenrad mit geschlossenen Kabinen wird jedoch als Highlight der Kirmes vorgestellt, insbesondere aufgrund der Wetterprognosen.
Trotz eines Vorfalls auf der Düsseldorfer Rheinkirmes, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden, wird das Höhenfeuerwerk am Freitagabend zündungsgerecht über dem Kirmesgelände stattfinden. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden dafür umfassend überprüft, und die zuständigen Behörden stehen in Kontakt mit den Schaustellern.
Das Neusser Bürgerschützenfest wird offiziell am Samstagmittag um 12:00 Uhr eröffnet. Zunächst läuten die Glocken des Quirinus-Münsters, gefolgt von Böllerschüssen. Am Abend findet ein traditioneller Fackelzug statt, der durch die Straßen zieht und in diesem Jahr 97 Großfackeln umfasst. Die Fackeln spiegeln aktuelle Themen wider, und einige Fackelbauern greifen humorvoll das vergangene Jahr auf, als der Zug wegen eines Gewitters abgebrochen werden musste.
Der Höhepunkt des Festes ist die Königsparade am Sonntag, zu der mehrere hunderttausend Besuchern erwartet werden. Ehrengäste werden unter anderem Ex-Bundesministerin Annette Schavan und der Präsident des Deutschen Schaustellerverbandes Albert Ritter sein. Die Parade wird ein farbenfrohes Bild bieten, angeführt von „Hönesse“, die mit Blumenhörnern für ein prächtiges Ambiente sorgen.
Erstmals gilt in diesem Jahr ein Waffenverbot rund um den Neusser Hauptbahnhof, um die Sicherheit während des Festes zu erhöhen. Die Polizei wird stichprobenartige Kontrollen durchführen. Diese Maßnahme ist auch eine Reaktion auf mehrere Vorfälle in der Vergangenheit.
Quelle: WDR, dpa, Bürgerschützenverein Neuss
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