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Remscheid: Ehrenamtskarten für Lebensmittelretter und ihr Engagement
22. Januar 2026

Remscheids Lebensmittelretter erhalten die Ehrenamtskarte NRW – ein Zeichen für starkes Engagement gegen Lebensmittelverschwendung.

Worum es geht

In Remscheid wurde das ehrenamtliche Engagement der Lebensmittelretter mit der Verleihung der Ehrenamtskarte NRW gewürdigt. Am 19. November 2019 erhielten 17 engagierte Foodsaver die Auszeichnung für ihren unermüdlichen Einsatz gegen Lebensmittelverschwendung und für soziale Teilhabe durch Lebensmittelspenden. Damit wurde ihr Beitrag zu einem solidarischen Miteinander in der Stadt hervorgehoben.

Die wichtigsten Fakten

Die Initiative Foodsharing existiert in Remscheid seit Oktober 2016. Aus einem kleinen Kreis engagierter Frauen entstand ein Netzwerk von 97 aktiven Foodsavern, die regelmäßig nicht mehr verkaufbare, aber noch verzehrfähige Lebensmittel von inzwischen 48 Geschäften, Discountern und Bäckereien einsammeln. In drei Jahren wurden so 312.000 Kilogramm Lebensmittel vor der Entsorgung bewahrt und an rund 2.000 Abnehmerinnen und Abnehmer verteilt. Die Lebensmittelrettung findet individuell statt – in Küchen, an Haustüren oder in angemieteten Garagen, wobei verschiedene soziale Einrichtungen beliefert werden. Wer eine Ehrenamtskarte erhält, muss mindestens zwei Jahre und mindestens fünf Stunden pro Woche bzw. 250 Stunden pro Jahr freiwillig engagiert sein. Viele der Geehrten investieren sogar zehn bis fünfzehn Stunden pro Woche.

Hintergrund

Armut hat in Remscheid viele Facetten: Etwa jeder zehnte Bewohner ist auf staatliche Transferleistungen angewiesen, jedes fünfte Kind lebt in Armut, und viele Frauen beziehen eine Rente unter dem Existenzminimum. Die kostenlose Ausgabe von Lebensmitteln durch die Remscheider Tafel ist für viele eine große Hilfe. Doch was passiert mit Lebensmitteln, die nicht mehr von der Tafel verteilt werden können? Hier setzt das Netzwerk der Foodsaver an – um diese Ressourcen sinnvoll weiterzugeben und Abfall zu vermeiden.

Einordnung für NRW

Die Ehrenamtskarte NRW ist ein Ausdruck öffentlicher Wertschätzung für besonderes bürgerschaftliches Engagement. Sie wurde von der nordrhein-westfälischen Landesregierung gemeinsam mit den Kommunen eingeführt und ist mit attraktiven Vergünstigungen verbunden. Das Beispiel Remscheid zeigt, welche wichtige Rolle ehrenamtliche Netzwerke in sozialen und ökologischen Fragen spielen und wie landesweit Anerkennung geschaffen wird (engagiert-in-nrw.de).

Ausblick

Durch die Zusammenarbeit von Tafel, Foodsavern und Stadt Remscheid wird nicht nur die Versorgung bedürftiger Menschen verbessert, sondern auch dem Wegwerfen noch genießbarer Lebensmittel entgegengewirkt. Die Initiative lebt von persönlichem Kontakt, Gesprächszeit und Anteilnahme – insbesondere ältere Menschen profitieren vom sozialen Austausch. Die Ehrenamtskarte bleibt ein Anreiz, sich längerfristig für das Gemeinwohl zu engagieren und die Stadtgesellschaft zusammenzuhalten.

Quellen

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