Glatteis-Unfälle auf der A44 bei Paderborn: Drei Tote, viele Verletzte, Sperrung in beide Richtungen. Aktuelle Lage und Hintergründe.
In der Nacht zum Freitag (23.01.2026) hat eine plötzliche Glättewelle auf der Autobahn 44 zwischen Marsberg und Lichtenau verheerende Folgen gehabt. Drei Menschen kamen ums Leben, elf weitere wurden verletzt. Die Autobahn bleibt weiterhin in beiden Richtungen voll gesperrt.
Auf einer eisglatten Fahrbahn zwischen Marsberg und Lichtenau kam es innerhalb weniger Stunden zu einer außergewöhnlichen Unfallserie. Die Ursache war plötzlich einsetzender überfrierender Regen, der binnen kürzester Zeit für großflächige, kaum sichtbare Eisflächen sorgte. Glätte und zahlreiche Kollisionen wurden ab etwa 1:30 Uhr gemeldet. auto motor und sport
Nach Polizeiangaben kam es in der Nacht zu insgesamt 18 Unfällen in beiden Fahrtrichtungen. Besonders folgenschwer war der Zusammenstoß eines mit Papierrollen beladenen Sattelaufliegers mit einem Kleinlaster. Letzterer ging unmittelbar in Flammen auf, der Fahrer verstarb am Unfallort. Weitere Todesopfer gab es in Fahrtrichtung Kassel. Betroffen waren auch mehrere Lkw und Transporter. Insgesamt mussten elf Personen verletzt in Krankenhäuser gebracht werden.
Die Glättewelle bildete sich, als kurz vor Mitternacht Nieselregen auf gefrorene Fahrbahnen traf. Der Wetterumschwung traf besonders das Hochsauerland, wo Temperaturen um minus zwei Grad herrschten. Wetterdienste warnten in der Nacht bereits vor weiteren Glatteisgefahren in Ostwestfalen, dem Sauerland und südlichen Niedersachsen. auto motor und sport
Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste waren mit großem Aufgebot vor Ort. Die Löscharbeiten am brennenden Sattelauflieger dauerten bis in die Morgenstunden an. Für die Unfallaufnahme waren spezialisierte Teams der Polizei Bielefeld und Münster eingesetzt. Mehrere Bergekräne und Abschleppfahrzeuge räumten die blockierten Fahrstreifen. Die A44 bleibt weiter voll gesperrt, der Verkehr wird über Nebenstrecken zwischen Marsberg und Lichtenau umgeleitet.
Die Wetterlage verschlechterte sich in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens rapide. In vielen Regionen wurde vor überfrierendem Regen und erhöhter Rutschgefahr gewarnt – speziell für das Hochsauerland und angrenzende Gebiete. Die Polizei spricht von „extrem gefährlicher Glätte“, die Autofahrer teils überraschend traf.
Obwohl die Unfallaufnahme und Räumarbeiten weiter andauern, ist aktuell noch nicht absehbar, wann die A44 wieder freigegeben werden kann. Wetterdienste warnen weiterhin vor Glatteis in weiten Teilen der Region.
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