Netphen: Vater wirft Kind aus Fenster – Prozessauftakt in Siegen. Alle Fakten zum Geschehen und Prozessverlauf im Überblick.
In Netphen steht ein Vater vor Gericht, der sein zweijähriges Kind aus einem Fenster im zweiten Stock geworfen haben soll. Der Prozess begann am 10. Dezember vor dem Landgericht Siegen. Der Vorfall erschütterte im Sommer die Region, als das Kind den mehr als vier Meter tiefen Sturz schwer verletzt überlebte. Radio Siegen.
Dem 31-jährigen Familienvater aus Netphen wird vorgeworfen, in einer Sommernacht nach dem Stadtfest sein Kind gegen 2 Uhr morgens aus einem Fenster gehalten und anschließend fallen gelassen zu haben. Ob dies absichtlich geschah oder dem Mann das Kind aus den Händen rutschte, ist laut Anklage bislang offen.
Der Angeklagte soll das Kind im zweiten Stock aus dem Fenster gehalten haben. Das Kind erlitt schwere Verletzungen, aber überlebte. Nach Angaben der Polizei hatte der Vater am Morgen nach der Tat fast zwei Promille Alkohol im Blut. Ihm wird versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt.
Beim Prozessauftakt am 10. Dezember wurde lediglich die Anklage verlesen. Die Staatsanwaltschaft betont, dass viele Details der Tat noch unklar sind: Ungeklärt bleibt, ob Alkohol der Hauptauslöser war oder ob andere Motive, wie ein Streit, eine Rolle spielten. Das Gericht will die Geschehnisse der Nacht im Verlauf des Verfahrens rekonstruieren.
Der erschütternde Fall aus Netphen wirft ein Licht auf familiäre Gewalt und die Gefahren von Alkoholmissbrauch. Solche Prozesse sorgen nicht nur in der Region für Aufsehen, sondern stoßen auch in ganz NRW auf großes Interesse.
In den kommenden Wochen versucht das Landgericht Siegen, die noch offenen Fragen zu klären: Insbesondere wird zu bewerten sein, ob der Vater vorsätzlich handelte oder ein tragisches Unglück vorliegt. Das weitere Verfahren bleibt mit Spannung zu verfolgen.
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