Ex-Fußballtrainer aus Walsum steht wegen Kindesmissbrauch in über 30 Fällen vor Gericht. Alle Hintergründe zum Prozessauftakt.
Gegen einen ehemaligen Fußballtrainer aus Walsum läuft aktuell ein Strafprozess. Er steht im Verdacht, zahlreiche Kinder aus dem Verein sexuell missbraucht zu haben. Der Prozessauftakt sorgte für großes öffentliches Interesse, weil der Angeklagte die schweren Vorwürfe eingeräumt hat.
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Dem 46-jährigen Ex-Trainer werden über 30 Fälle von sexuellem Missbrauch vorgeworfen. Die betroffenen Kinder waren jünger als 14 Jahre. Nach aktuellem Ermittlungsstand lud der Mann die Kinder zu Übernachtungen bei sich ein, lockte sie mit einer Spielekonsole und kleinen Geschenken. Bei einem Kind hatte er sogar die Vereinsmitgliedschaft bezahlt, weil sich die Familie diese nicht leisten konnte. Die Missbrauchstaten in seinem Haus soll er den Angaben zufolge gefilmt haben.
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Mutter eines Kindes und ein Vereinsvorstand meldeten sich nahezu zeitgleich bei der Polizei und brachten so die Ermittlungen ins Rollen. Die Polizei fand im Zuge der Ermittlungen entsprechendes Videomaterial und stellte es sicher. Der Name des betroffenen Vereins wurde bisher im Prozess nicht genannt – offenbar, um die Opfer zu schützen.
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Fälle von sexuellem Missbrauch im Vereinsumfeld lösen immer wieder Debatten über die Schutzmechanismen für Kinder und Jugendliche aus. Besonders im Sportverein wird das Vertrauensverhältnis zwischen Trainer und Kindern häufig ausgenutzt. Der aktuelle Prozess wirft erneut ein Schlaglicht auf die Frage nach effektiven Präventionsmaßnahmen.
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Der Angeklagte hat am ersten Prozesstag die Taten gestanden. Ein abschließendes Urteil liegt noch nicht vor, weitere Verhandlungstage sind geplant. Die Öffentlichkeit wartet mit Spannung auf den Ausgang des Prozesses und die mögliche Signalwirkung für den Jugendschutz im Vereinswesen.
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