Fast 8.000 Asylbewerber in Deutschland verschwunden – aktuelle Zahlen, Fakten und Hintergründe zu abgängigen Flüchtlingen 2026.
In Deutschland sind aktuell knapp 8.000 Asylbewerber als abgängig gemeldet. Die meisten verschwundenen Personen stammen laut aktueller Umfrage der Landesregierungen aus Hessen, Baden-Württemberg und Brandenburg. Die Gründe für das Verschwinden sind nicht abschließend geklärt.
Nach Angaben der „Bild“ auf Basis einer Umfrage bei den Landesregierungen gelten derzeit mindestens 7.624 registrierte Flüchtlinge in Deutschland als abgängig. Die höchsten Zahlen meldeten Hessen (1.763), Baden-Württemberg (1.641) und Brandenburg (1.401). In Rheinland-Pfalz sind 923 Asylbewerber abgängig, in Niedersachsen 439, in Sachsen-Anhalt 369, in Nordrhein-Westfalen 262, in Schleswig-Holstein 190, in Bremen 184, in Hamburg 172, in Mecklenburg-Vorpommern 98 und im Saarland 82. Unklar bleibt die Lage in Berlin, Bayern und Sachsen, wo Abgänge bislang nicht systematisch erfasst werden. In Thüringen wurden rund 100 abgängige Personen gemeldet. (regionalheute.de)
Als „abgängig“ werden registrierte Flüchtlinge eingestuft, die für die Behörden nicht mehr auffindbar sind. Nach Einschätzung der befragten Landesregierungen könnten die Asylbewerber untergetaucht, weiter in andere EU-Länder gereist oder in ihre Herkunftsländer zurückgekehrt sein. Einheitliche Erfassungs- und Verfolgungsmechanismen gibt es jedoch nicht, was die genaue Ursache und das Ausmaß des Verschwindens erschwert.
Für Nordrhein-Westfalen wurden 262 abgängige Asylbewerber gemeldet. Im Vergleich zu anderen Flächenländern wie Hessen oder Baden-Württemberg liegt NRW damit im unteren Mittelfeld. Die zuständigen Behörden des Landes arbeiten mit den verfügbaren Daten, erheben aber keine über die anderen Bundesländer hinausgehenden spezifischen Statistiken. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch, dass auch in NRW Flüchtlinge verschwinden, ohne dass deren weiterer Aufenthaltsort bekannt ist.
Die Gründe für das spurlose Verschwinden vieler Asylbewerber bleiben vielfältig und können differenziert nur schwer erfasst werden. Klar ist jedoch, dass die unvollständige statistische Erhebung in einzelnen Bundesländern, beispielsweise in Berlin, Bayern und Sachsen, zu Ungenauigkeiten führt. Um das Phänomen besser zu verstehen, wären einheitliche Erfassungswege und Ursachenanalysen notwendig. Die Thematik wird auch weiterhin ein wichtiger Diskussionspunkt für Gesellschaft und Politik bleiben.
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!