Indigener Schädel an Uni Köln nach monatelangem Diebstahl wiedergefunden. Polizei ermittelt und bittet um Hinweise.
Monatelang blieb ein menschlicher Schädel aus der Anatomie der Universität Köln verschwunden. Jetzt ist das wertvolle Objekt zurück – doch die Umstände werfen viele Fragen auf.
Ende 2025 wurde ein menschlicher Schädel, der zur Sammlung der Universität Köln gehörte, gestohlen. Nun hat eine Mitarbeiterin ihn überraschend wiedergefunden: Der Schädel lag am Montagmorgen in einer Decathlon-Tragetasche im Untergeschoss des Universitätsgebäudes – nicht weit entfernt vom ursprünglichen Lagerraum. Die Polizei bittet um Hinweise auf die Person, die die Tragetasche abgestellt hat. Ob Überwachungskameras vor Ort existieren, ist derzeit nicht mitgeteilt worden. (Rundschau Online)
Der Diebstahl ereignete sich zwischen Oktober und Dezember 2025. Der Schädel stammt ursprünglich von einem indigenen Australier und war über viele Jahrzehnte Teil einer anatomischen Sammlung. Die Polizei ermittelt weiterhin und hofft auf Hinweise unter der Rufnummer 0221 229-0. (Presseportal)
Der Schädel war eine von drei menschlichen Überresten indigener Australier, die im Dezember 2025 feierlich an Vertreter Australiens und Mitglieder der First Nations übergeben werden sollten. Aufgrund des Diebstahls konnte nur ein Teil der Schädel überreicht werden. Die Universität Köln hatte bereits seit Jahren intensiv die Herkunft der Sammlung aufgearbeitet und dokumentiert, um die Rückgabe an die Herkunftsländer vorzubereiten. (Rundschau Online)
Der Fall wirft Fragen über Sicherheitsmaßnahmen an wissenschaftlichen Sammlungen und ethischen Umgang mit menschlichen Überresten auf. Auch andere Universitäten stehen vor der Aufgabe, Provenienzforschung zu betreiben und sensibel mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten umzugehen.
Mit dem Wiederauftauchen des Schädels kann das Rückgabeprojekt der Universität Köln fortgesetzt werden. Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise, um den oder die Täter zu ermitteln. Weitere Entwicklungen im Fall werden erwartet.
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