Starker Anstieg: 2025 wurden fast 80 Prozent mehr Gewaltvorfälle in NRW-Kindergärten gemeldet.
Die Zahl gemeldeter Gewaltvorfälle in nordrhein-westfälischen Kindertagesstätten ist im Jahr 2025 stark angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden fast 80 Prozent mehr Fälle registriert.
Wie das Familienministerium bestätigt, haben die Landesjugendämter in NRW 2025 insgesamt 4.718 Übergriffe in Kitas gemeldet. 2024 waren es 2.680 Fälle. Über die aktuellen Zahlen berichtete zuerst der Kölner Stadt-Anzeiger.
Seit Anfang Oktober 2024 werden Daten zu Gewaltvorfällen in Kitas landesweit zentral über ein Online-Modul erfasst. Die neue Kinder- und Familienministerin Verena Schäffer (Grüne) sieht den starken Anstieg als Beleg dafür, dass mehr Fälle dokumentiert und nicht mehr unentdeckt bleiben.
Michael Kutz, Landesgeschäftsführer des Deutschen Kinderschutzbundes in NRW, wertet die Entwicklung auch als Folge von Personalmangel und sinkenden Standards bei Ausbildung und Qualifikation des Kita-Personals. Er warnt vor einer erheblichen Überlastung der Einrichtungen und Mitarbeitenden.
Durch die neue zentrale Erfassung können Gewaltvorfälle künftig besser ausgewertet werden. Allerdings sehen Fachverbände weiteren Handlungsbedarf, insbesondere zur Verbesserung der Personalausstattung und Qualifizierung in Kindertagesstätten.
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