2025 verzeichnet die Polizei Dortmund einen Anstieg bei Einlieferungen in das Polizeigewahrsam.
Im Jahr 2025 hat die Polizei Dortmund einen signifikanten Anstieg der Einlieferungszahlen in das Polizeigewahrsam festgestellt. Insgesamt wurden 3065 Personen in Gewahrsam genommen, was einem Anstieg von 212 Fällen oder 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Im Schnitt wurden somit täglich 8,4 Personen in Gewahrsam genommen, was mehr als eine Einlieferung alle drei Stunden ergibt. Die Gründe dahinter sind vielfältig. In 1457 Fällen stützten sich die Einlieferungen auf strafprozessuale Festnahmen, die oft mit Ermittlungen oder der Vollstreckung von Haftbefehlen zusammenhängen. Dies zeigt einen Anstieg in diesem Bereich im Vergleich zu 2024, als 1361 strafprozessuale Festnahmen verzeichnet wurden.
Die Mehrheit der Neuerungen im Polizeigewahrsam – 1607 Fälle – resultierte aus gefahrenabwehrenden Maßnahmen. Hierbei wurde angenommen, dass die betreffenden Personen eine Straftat begehen wollten und die Polizei keine andere Möglichkeit der Intervention hatte, häufig in Fällen mit alkoholisierten Personen.
Ein wichtiger Punkt ist die Option des längerfristigen Gewahrsams, die seit 2018 besteht. In 2025 wurde diese Maßnahme in sieben Fällen angewendet, wenn schwerwiegende Gefahren, wie etwa terroristische Aktivitäten, vermutet wurden.
Die steigenden Einlieferungszahlen können nicht eindeutig einem bestimmten Trend zugeschrieben werden. Es gibt Hinweise, dass vermehrte strafprozessuale Festnahmen auf eine intensivere polizeiliche Arbeit hindeuten könnten, während gefahrenabwehrende Ingewahrsamnahmen eher auf gesellschaftliche Entwicklungen zurückzuführen sind.
Alle eingelieferten Personen haben das Recht, dass eine richterliche Entscheidung über ihren weiteren Verbleib im Gewahrsam getroffen wird. Diese Verfahren sind Teil der rechtstaatlichen Gewaltenteilung.
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