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Neues Kontakt-Café „Beside“ in Neuss: Hilfe und Wohnbau statt Problemareal
10. Februar 2026

Kontakt-Café „Beside“ in Neuss: Neues Hilfsangebot für Suchtkranke, Stadthallenareal wird gesperrt. Wohnbau und Hilfe im Fokus.

Die Stadt Neuss verändert das Hilfesystem für Suchtkranke und Wohnungslose: Ende Februar 2026 wird das Areal an der Stadthalle dauerhaft gesperrt. Zeitgleich eröffnet das neue Kontakt-Café „Beside“ als niedrigschwellige Anlaufstelle an der Rheintorstraße 30. Ziel ist es, belastende Situationen vor Ort zu beenden und verstärkte Unterstützung zu bieten. Stadt Neuss

Worum es geht

Am Rande des Parkplatzes an der Stadthalle Neuss gab es über Jahre eine schwierige Situation. Polizei und Ordnungsdienst waren regelmäßig präsent, bestehende soziale Hilfsangebote halfen nur begrenzt. Nun wird das Gelände nach Eigentümerwechsel vollständig abgeriegelt und nicht mehr öffentlich nutzbar. Parallel dazu entsteht ein gezieltes Hilfsangebot für Menschen mit Suchterkrankungen.

Die wichtigsten Fakten

Das Gelände an der Stadthalle wird ab Ende Februar 2026 baulich so gesichert, dass Aufenthalt unmöglich ist. Besitzübergang und Sperrung stehen im Zusammenhang mit dem Verkauf an die Gemeinnützige Wohnungs-Genossenschaft e.G. Neuss (GWG), die dort Wohnbebauung plant. Eine Nutzung durch die Öffentlichkeit wird ausgeschlossen. Voraussetzung für diesen Schritt ist das Eröffnen des Kontakt-Cafés „Beside“, das ab 18. Februar 2026 offiziell betrieben wird. Bereits am 10. Februar wurde es im Rahmen eines Pre-Openings Anwohnerinnen und Anwohnern vorgestellt.

Hintergrund

Die Stadt Neuss möchte mit der Maßnahme nicht Menschen pauschal verdrängen, sondern den öffentlichen Raum entlasten und bestehende Hilfsangebote gezielt weiterentwickeln. Das Kontakt-Café „Beside“ an der Rheintorstraße 30 dient als neue Anlauf- und Versorgungsstelle für Menschen mit Suchterkrankung. Betreiber sind die Caritas Sozialdienste Rhein-Kreis Neuss, umgesetzt im Rahmen der kreisweiten Drogenhilfe.

Einordnung für NRW

Das neue Kontakt-Café versteht sich als Angebot der Grundversorgung: Besucherinnen und Besucher finden dort Wasch- und Duschmöglichkeiten, eine Mahlzeit sowie Beratung durch erfahrene Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter. Drogenkonsum ist im Café und Umfeld ausdrücklich verboten, Drogenkonsumräume gibt es nicht. Zugleich wird das Angebot von weiter bestehenden Tagesaufenthalten für Wohnungslose flankiert. So besteht seit längerem ein Tagesaufenthalt an der Drususallee/Breite Straße; ein weiterer Ort an der Adolf-Flecken-Straße startet zeitnah.

Ausblick

Die Neuausrichtung steht für ein ausgewogenes Zusammenspiel von Stadtentwicklung, Ordnung und sozialer Verantwortung. Der öffentliche Raum wird geschützt und entlastet, die geplante Wohnbebauung gestartet – und Hilfen für Menschen in schwierigen Lagen werden erweitert und zugänglich gehalten. Damit setzt Neuss ein Zeichen für Sicherheit und soziale Unterstützung in der Kommune. Stadt Neuss

Quellen

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