Straftaten an Bahnhöfen: Aktuelle Zahlen 2025 – Schwerpunkte, Delikte und Hintergründe zur Sicherheitslage.
Im ersten Halbjahr 2025 registrierte die Bundespolizei zahlreiche Straftaten an Bahnhöfen in Deutschland. Die neuen Zahlen der Bundesregierung zeigen, welche Deliktsarten besonders häufig vorkamen und wo die Schwerpunkte lagen. Grundlage der Auswertung ist die Polizeiliche Eingangsstatistik (PES) der Bundespolizei (Bundestag.de).
Die Bundespolizei verzeichnete von Januar bis Juni 2025 an Bahnhöfen insgesamt 14.047 Gewaltdelikte, 26.613 Eigentumsdelikte, 17.595 Sachbeschädigungsdelikte, 1.076 Sexualdelikte, 4.475 Betäubungsmitteldelikte und 808 Waffendelikte. Besonders auffällig: Bei den Eigentumsdelikten ist bei 14.694 Fällen die Staatsangehörigkeit der Tatverdächtigen gänzlich unbekannt. Die meisten registrierten Gewaltdelikte wurden am Hauptbahnhof Leipzig (426), die meisten Eigentumsdelikte am Hauptbahnhof Hamburg (1.570) und die meisten Sexualdelikte am Hauptbahnhof Dortmund (29) festgestellt.
Die Statistiken stammen aus der Polizeilichen Eingangsstatistik (PES). Die Bundesregierung weist darauf hin, dass die Zahlen sich aufgrund von Nacherfassungen oder Maßnahmen zur Qualitätssicherung noch ändern können (Bundestag.de). Die Angaben zu Tatverdächtigen enthalten große Unsicherheiten: Bei Gewaltdelikten sind in 3.200 Fällen die Tatverdächtigen unbekannt, bei Sexualdelikten in 402 Fällen.
Auch für Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen sind die Ergebnisse relevant. Die Zahlen veranschaulichen, dass Großstadtbahnhöfe wie Dortmund bei bestimmten Deliktsarten Schwerpunkte bilden. Konkrete Zahlen für NRW-Bahnhöfe neben Dortmund werden in der aktuellen Antwort aber nicht genannt.
Bei den Eigentumsdelikten waren 7.565 nichtdeutsche, 5.375 deutsche sowie 96 ungeklärte Tatverdächtige identifiziert, jedoch überwiegend unbekannte Fälle. Bei den Gewaltdelikten wurden 5.711 deutsche, 4.641 nichtdeutsche und 101 ungeklärte Tatverdächtige erfasst. Die Angaben zu nichtdeutschen Tatverdächtigen sind laut Bundesregierung im Detail in den amtlichen Antworten ausgewiesen.
Die Bundesregierung hebt hervor, dass sich die Datenlage weiterhin durch nachträgliche Erfassungen oder Qualitätssicherungsmaßnahmen verändern kann. Zudem bleibt zu beobachten, wie sich die Schwerpunkte an einzelnen Bahnhöfen bis zum Jahresende entwickeln werden.
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