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Ifo: Politik soll Bevölkerungsschwund in Deutschland vorbeugen
17. Februar 2026

Ifo-Institut warnt: Politik soll Bevölkerungsschwund bis 2070 vorbeugen. Zehn Prozent weniger Menschen in Deutschland erwartet.

In den kommenden Jahrzehnten droht Deutschland ein deutlicher Rückgang der Bevölkerungszahl. Neue Prognosen bescheinigen dem Land eine Schrumpfung um zehn Prozent bis 2070. Das Ifo-Institut fordert daher, dass die Politik zügig Maßnahmen ergreift.

Worum es geht

Das Statistische Bundesamt geht davon aus, dass im Jahr 2070 nur noch rund 75 Millionen Menschen in Deutschland leben werden. Die aktuell vorgestellte Bevölkerungsvorausberechnung bezieht erstmals Ergebnisse des Zensus 2022 ein. Das Ifo-Institut warnt vor erheblichen Folgen für Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Rente und Pflege.

Die wichtigsten Fakten

Laut den aktuellen Daten wird mit einem Rückgang der Bevölkerung bis 2070 um zehn Prozent gerechnet. Bisher wurde nur von einem Rückgang um ein Prozent seit 2021 ausgegangen. Ursachen sind vor allem eine niedrigere Geburtenrate bis zum Ende der 2030er Jahre und eine geringere erwartete Nettozuwanderung.

Hintergrund

Das Ifo-Institut mahnt, die Politik müsse diese Entwicklungen schon heute bei weitreichenden Entscheidungen, etwa in Gesundheit und Pflege, berücksichtigen. Besonders dramatisch werde sich die Alterung der Gesellschaft auswirken: Die Rentenversicherung gerät weiter unter Druck, und der Arbeitskräftemangel dürfte sich zusätzlich verschärfen.

Einordnung für NRW

Auch auf Nordrhein-Westfalen kommen diese demografischen Herausforderungen zu. Landesweit wird künftig weniger Wohnraum, Infrastruktur und Personal im öffentlichen Dienst benötigt, gleichzeitig wächst der Bedarf an Gesundheits- und Pflegeangeboten stark. Regional sind Unterschiede absehbar: Während die ostdeutschen Flächenländer deutlicher schrumpfen (minus 22 Prozent), sinkt die Bevölkerung in den westdeutschen Ländern insgesamt um neun Prozent.

Ausblick

Die Herausforderungen für Wirtschaft und Politik sind groß. Arbeitskräfte werden fehlen, was dem Wirtschaftswachstum Grenzen setzt. Nach Einschätzung von Experten wie Marcel Fratzscher könnten nur Steuererhöhungen oder der Abbau von Subventionen helfen, die Finanzierung von Sozialsystemen sicherzustellen. Die Politik steht unter Druck, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, um dem Schrumpfungsprozess mit Weitblick entgegenzuwirken.

Quellen

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