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Telefonbetrug mit falschen Polizisten: Prozess in Münster beleuchtet Täterstruktur
21. Februar 2026

Telefonbetrug mit falschen Polizisten: Prozess in Münster deckt Täterstruktur und Betrugsmasche auf. Polizei warnt vor weiteren Fällen.

Worum es geht

Am Landgericht Münster läuft derzeit ein bedeutender Prozess zum Thema Telefonbetrug. Vier Männer im Alter von 22 bis 25 Jahren stehen vor Gericht, da sie verdächtigt werden, als Teil einer organisierten Tätergruppe ältere Menschen telefonisch um hohe Geld- und Sachwerte betrogen zu haben. Im Mittelpunkt steht die Masche, sich als Polizisten oder Bankmitarbeiter auszugeben.

Die wichtigsten Fakten

Nach Angaben der MS-Aktuell wirft die Staatsanwaltschaft den Angeklagten vor, vor allem für die Abholung von Bargeld, Schmuck und Gold zuständig gewesen zu sein. Die Taten konzentrierten sich insbesondere auf den Kreis Coesfeld, mit Fällen unter anderem in Coesfeld, Ascheberg, Davensberg und Heiden. Dabei entstand eine mutmaßliche Gesamtschadenssumme von rund 300.000 Euro. Der Prozess wurde am 15. Januar 2026 eröffnet.

Hintergrund

Die Ermittlungen ergaben, dass es sich bei den Beschuldigten nicht um Einzeltäter handelt, sondern um eine arbeitsteilig organisierte Gruppe. Während sogenannte „Keiler“ die Anrufe tätigten und die Opfer gezielt manipulierten, organisierten weitere Beteiligte die gesamte Logistik. Das Vorgehen der Gruppe erschwerte laut Ermittlungsbehörden die Aufklärung, da jeder Beteiligte meist nur einen kleinen Teil des Gesamtgeschehens überblickte.

Einordnung für NRW

Telefonbetrug mit der Masche der angeblichen Polizisten bleibt ein drängendes Problem – insbesondere für ältere Menschen in NRW. Der aktuelle Prozess zeigt beispielhaft, wie professionell und arbeitsteilig Täterstrukturen heute agieren. Die Polizei hebt hervor, dass Behörden niemals telefonisch zur Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen auffordern. Zudem sind selbst angezeigte Telefonnummern kein Sicherheitsmerkmal, da sie leicht manipuliert werden können.

Ausblick

Die laufenden Verhandlungen werden weiterhin offenlegen, wie genau die Täter vorgegangen sind und welche Mechanismen innerhalb der Bande zum Tragen kamen. Die Polizei rät weiterhin zur Vorsicht und gibt den Tipp: Im Zweifel das Gespräch sofort beenden und eigenständig die 110 wählen – niemals über die Rückruftaste, sondern durch neue Eingabe der Nummer.

Quellen

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