Gewaltsamer Tod einer Jugendlichen: Was zum Cold Case Seckin Caglar aus Köln bekannt ist.
1991 wurde in Köln die 16-jährige Seckin Caglar auf ihrem Heimweg getötet. Bis heute ist dieser Mord ungeklärt. Die Ermittler unternahmen mehrere Anläufe, den Täter zu fassen, zuletzt auch mit modernen Methoden wie einem Massengentest.
Der Mord an der 16-jährigen Seckin Caglar aus Köln-Poll beschäftigt bis heute Polizei und Öffentlichkeit. Nach Feierabend machte sich die Jugendliche am 16. Oktober 1991 auf den Heimweg, stieg aus der Straßenbahn aus – am nächsten Tag wurde ihre Leiche hinter einem Gebüsch nahe einer Haltestelle entdeckt. Laut DER SPIEGEL wurde Seckin Caglar missbraucht und erwürgt.
Im Jahr 2023 startete die Polizei Köln mehrere neue Ermittlungsanläufe. Unter anderem wurden rund 350 Männer, die 1991 einen Bezug zum Stadtteil Poll hatten, zur Abgabe einer Speichelprobe in einer Grundschule gebeten. DNA-Spuren des Täters waren am Tatort gesichert worden. Durch den Reihentest sollten mögliche Täter ausgeschlossen oder identifiziert werden. Auch neue Analysemethoden ermöglichten es, Verwandtschaftsverhältnisse zum Täter festzustellen.
Der Fall Seckin Caglar ist ein sogenannter „Cold Case“ – ein ungeklärtes Verbrechen, bei dem nach Jahrzehnten immer wieder Hoffnung auf einen Durchbruch besteht. Die Kölner Polizei hat eine eigene „Cold Cases“-Ermittlungsgruppe eingerichtet und 2023 mit einer umfangreichen Öffentlichkeitskampagne nach Zeugen gesucht. Die Kampagne nutzte verschiedene Kanäle, darunter Plakate, Flyer und eine Internetseite.
Ungeklärte Mordfälle wie der von Seckin Caglar stehen symbolisch für die Herausforderungen der Kriminalitätsbekämpfung – auch viele Jahre nach der Tat. Wiederaufnahmeverfahren und moderne Methoden wie DNA-Reihentests setzen neue Impulse, um die Aufklärung solcher Fälle in NRW voranzutreiben. Dabei ist sowohl das öffentliche Interesse als auch das Mitwirken der Bevölkerung von großer Bedeutung.
Bis heute ist der Mörder von Seckin Caglar nicht gefasst worden. Die Polizei Köln bleibt dennoch am Fall dran und hofft weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung sowie auf neue Ansätze durch die Weiterentwicklung kriminalistischer Methoden.
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