Ganztagsbetreuung: In Westdeutschland fehlen 150.000 Plätze. Recht auf Ganztagsbetreuung – aktuelle Zahlen und Entwicklungen.
Im Vorfeld des neuen Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder zeigt sich: Vor allem in Westdeutschland fehlt es weiterhin an ausreichend Betreuungsplätzen. Nach Berechnungen des Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) müssen bis zum Schuljahr 2029/30 rund 150.000 zusätzliche Ganztagsplätze geschaffen werden, um den Bedarf zu decken.
Ab dem kommenden Schuljahr tritt der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung schrittweise in Kraft. Die bisher vorhandenen Betreuungsangebote reichen jedoch in weiten Teilen Westdeutschlands nicht aus, um die Nachfrage abzudecken. Besonders betroffen sind die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Bayern.evangelisch.de
Nach IW-Berechnungen fehlen allein in Nordrhein-Westfalen 45.300, in Bayern 42.300 Ganztagsplätze basierend auf den Elternwünschen von 2024. Zielt man bundesweit auf eine Versorgungsquote von 75 Prozent, müssten insgesamt über 570.000 zusätzliche Plätze geschaffen werden – davon rund 204.000 in Bayern, 126.000 in NRW und 105.000 in Baden-Württemberg.evangelisch.de
Während Ostdeutschland und Hamburg bereits heute eine Ganztagsbetreuungsquote von über 75 Prozent vorweisen, herrscht in Westdeutschland Nachholbedarf. Die geplante Zielquote orientiert sich an den Betreuungswünschen der Eltern, sodass der tatsächliche Ausbaubedarf regional unterschiedlich ausfällt.evangelisch.de
Nordrhein-Westfalen zählt laut den Studien zu den Ländern mit dem größten Handlungsbedarf. Ohne raschen Ausbau könnten viele Kinder und Familien beim Start des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung leer ausgehen. Es wird darauf hingewiesen, dass Stadt und Land gemeinsam an praktikablen Lösungen arbeiten müssen.evangelisch.de
Um das Ziel einer flächendeckenden Ganztagsbetreuung zu erreichen, sind in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen und Anstrengungen erforderlich. Wie die Entwicklung weitergeht, hängt maßgeblich vom Tempo beim Ausbau sowie der Zusammenarbeit zwischen Ländern und Kommunen ab.
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