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Einsturz des Kölner Stadtarchivs: Rückblick auf die Katastrophe
3. März 2026

Einsturz des Kölner Stadtarchivs: Bilanz, Ursachen und Folgen für Köln und NRW – alle Hintergründe verständlich erklärt.

Worum es geht

Am 3. März 2009 ereignete sich mit dem Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln eine der größten Archiv-Katastrophen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Zwei Menschen kamen ums Leben, Millionen wertvoller Dokumente wurden verschüttet. Das Ereignis prägte die Stadt nachhaltig und führte zu langwierigen Rettungs- und Restaurierungsmaßnahmen.
Mehr dazu im Hintergrund von Deutschlandfunk.

Die wichtigsten Fakten

Das größte deutsche Kommunalarchiv, das Historische Archiv der Stadt Köln, stürzte am Mittag des 3. März 2009 in der Severinstraße ein. Das Unglück riss zwei Nachbargebäude mit sich. Zwei Menschen – ein 17-jähriger Bäckerlehrling und ein 24-jähriger Designstudent – starben. Die Rettungskräfte waren tagelang im Dauereinsatz, erst nach mehreren Tagen konnten die Leichen geborgen werden. Rund 65.000 Urkunden sowie etliche Nachlässe bedeutender Persönlichkeiten wie Wallraff, Böll oder Adenauer gingen scheinbar verloren, ebenso zahlreiche Karten, Pläne und Plakate.
Quelle: Deutschlandfunk

Hintergrund

Der Einsturz wurde durch Bauarbeiten an einem U-Bahn-Tunnel unterhalb des Gebäudes verursacht. Ein Loch in der Tunnelwand führte dazu, dass Boden und Gestein in den Hohlraum eindrangen und dem Archiv sprichwörtlich den Boden entzogen. Bis zu 30 Kilometer Archivgut waren betroffen. Die Bergung und Sicherung der verschütteten Archivalien dauerte Monate, auch weil immer wieder schwere Technik, Spürhunde und Notfallpläne erforderlich waren.
Quelle: Deutschlandfunk

Einordnung für NRW

Die Katastrophe stellte für Köln und das Land NRW einen massiven kulturellen Verlust dar. Der damalige Oberbürgermeister Fritz Schramma beschrieb die Stadt als „in Starre und Schock“. Nicht nur die Verantwortlichen, sondern auch die Öffentlichkeit waren tief betroffen. Inzwischen wurde rund 95 Prozent des Archivmaterials geborgen, doch die Restaurierung und Sortierung wird noch Jahrzehnte dauern. Die Kosten und die psychologischen Folgen für die Stadt wirken bis heute nach.
Quelle: Deutschlandfunk

Ausblick

Das Historische Archiv wird an anderer Stelle neu errichtet. Schon 2021 sollte der neue Archivbau eröffnen. Doch die Restaurierung des geborgenen Materials und mögliche juristische Auseinandersetzungen über die Schadenssumme von über einer Milliarde Euro werden die Stadt und ihre Bürger noch lange beschäftigen. Der Einsturz bleibt Mahnung für Sicherheitsstandards bei Bauprojekten – in Köln und ganz NRW.
Quelle: Deutschlandfunk

Quellen

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