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Zoll verschärft Kontrollen gegen Schwarzarbeit im Dienstleistungssektor
10. März 2026

Zoll startet 2026 verschärfte Kontrollen gegen Schwarzarbeit im Dienstleistungssektor. Alle Fakten und Handlungsempfehlungen.

Zum Jahresbeginn 2026 hat der deutsche Zoll eine Null-Toleranz-Strategie im Kampf gegen Schwarzarbeit gestartet. Die Maßnahmen zielen verstärkt auf den Dienstleistungssektor und setzen auf digitale Kontrollen sowie enge Kooperation mit anderen Behörden. Unternehmen stehen dadurch vor wachsenden Prüfungsrisiken.

Worum es geht

Der Zoll geht seit Anfang 2026 mit verschärften Kontrollen gegen illegale Beschäftigung und Sozialbetrug vor. Im Fokus stehen nun neben dem Baugewerbe vor allem Gastronomie, Sicherheitsgewerbe und Logistik. Diese Branchen gelten als besonders anfällig für Schwarzarbeit und Mindestlohnverstöße. Bereits zum Jahreswechsel wurden Großaktionen in Metropolen wie Berlin durchgeführt (ad-hoc-news.de).

Die wichtigsten Fakten

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) meldet einen deutlichen Anstieg der Prüfungen, insbesondere in Gaststätten, Reinigungs- und Sicherheitsgewerbe. Laut Schätzungen des Deutschen Wirtschaftsinstituts (IW) gingen im Vorjahr mindestens 3,3 Millionen Menschen in Deutschland einer Schwarzarbeit nach, der Großteil im Dienstleistungsbereich. Die jüngsten Aktionen zeigen: Die Behörden vernetzen ihre Daten stärker und geben systematischem Sozialbetrug keine Chance mehr.

Hintergrund

Die politische Spitze setzt ein Zeichen: Am 30. Dezember 2025 besuchten Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas eine Baustellenkontrolle in Berlin. Parallel bewies der Zoll an Flughäfen und Grenzen seine Handlungsfähigkeit bei der Bekämpfung illegaler Warenströme. Auffällig ist der verstärkte Einsatz digitaler Forensik, um Unstimmigkeiten bei Arbeitszeitdokumenten aufzudecken. Betriebe, die Mindestlohn oder Arbeitszeiten nicht einhalten, riskieren hohe Bußgelder und persönliche Haftung der Geschäftsführung.

Einordnung für NRW

Auch in NRW läuft die Kooperation zwischen Zoll, Landeskriminalamt und Steuerbehörden auf Hochtouren. Beispielsweise wurden in Bergisch Gladbach im Rahmen konzertierter Aktionen Daten zu Steuern, Sozialversicherung und Aufenthaltsstatus in Echtzeit abgeglichen. Die Maßnahmen erschweren die Umgehung gesetzlicher Vorgaben erheblich und dienen als Vorbild für ganz Deutschland (handwerksblatt.de).

Ausblick

Im ersten Quartal 2026 müssen Unternehmen im Dienstleistungssektor mit vielen unangemeldeten Prüfungen rechnen. Die nächste Prüfungswelle soll laut Experten besonders die Plattform- und Gig-Economy betreffen. Betriebe sind gut beraten, interne Audits ihrer Personalunterlagen und Subunternehmerverträge zeitnah durchzuführen, um finanzielle und reputative Risiken zu minimieren. Die Behörden machen deutlich: Die Zeit lascher Compliance ist vorbei (bundesregierung.de; finanznachrichten.de).

Quellen

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