Zoll ermittelt in der Baubranche: 32 Strafverfahren eröffnet aufgrund von Verstößen.
Am 10. März 2026 führte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls in Koblenz eine umfassende Prüfung in der Baubranche durch. Diese Schwerpunktaktion hatte das Ziel, die Einhaltung sozialversicherungsrechtlicher Vorschriften und des Mindestlohns zu überprüfen sowie illegaler Beschäftigung, Scheinselbstständigkeit und Leistungsbetrug entgegenzuwirken.
In der Region Koblenz, Mainz und Trier waren etwa 90 Zöllner im Einsatz, um mehr als 270 Personen zu kontrollieren und deren Beschäftigungsverhältnisse zu prüfen. Im Rahmen dieser Überprüfungen wurden zahlreiche Verstöße festgestellt.
Besonders besorgniserregend ist der Verdacht gegen 22 Arbeitnehmer, die möglicherweise illegal im Land sind. Zudem bestehen Hinweise auf mögliche Einschleusungen durch sechs Arbeitgeber. In 26 Fällen wird vermutet, dass Mindestlohnvorschriften nicht eingehalten wurden. Weitere Ermittlungen betreffen Verstöße gegen Meldepflichten und Beitragsvorenthaltungen.
Insgesamt wurden 32 Strafverfahren und 89 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, was gegenüber vorherigen Prüfungen im Sommer 2025 einen signifikanten Anstieg darstellt. Um die festgestellten Sachverhalte weiter aufzuklären, wird ein intensiver Austausch mit anderen Behörden und der Rentenversicherung stattfinden, um die erhobenen Daten abzugleichen und weitere Dokumente zu prüfen.
Die Baubranche hat aufgrund ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung einen besonderen Fokus bei den Maßnahmen zur Bekämpfung von Schwarzarbeit.
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!