Heizölpreis steigt: Wie der Iran-Krieg Heizölkunden trifft. Fakten, Tipps und regionale Einordnung für Verbraucher.
Die Heizölpreise in Deutschland sind aktuell sprunghaft gestiegen. Verantwortlich dafür ist der Krieg im Nahen Osten, insbesondere der Iran-Krieg, der spürbare Auswirkungen auf den Energiemarkt hat. Viele Verbraucher fragen sich, ob sie jetzt Heizöl kaufen oder lieber abwarten sollen.
Laut Axel Wolff, Geschäftsführer von Scharr Wärme in Stuttgart, ist der Preis für einen Liter Heizöl seit Beginn der Woche um rund 30 Cent gestiegen. Am 5. März lag der Durchschnittspreis für 100 Liter Heizöl laut dem Vergleichsportal „Heizoel24“ bei 132,69 Euro – das entspricht mehr als 1,30 Euro je Liter. Noch eine Woche zuvor lag der Preis für 100 Liter Heizöl unter 100 Euro. Die Preise schwanken je nach Region deutlich.
Der Iran-Krieg greift voll auf die Energiepreise durch. Auch andere Energieträger wie Benzin und Gas sind betroffen. Ein wichtiger Grund: Die Blockade der Straße von Hormus erschwert den Export von Flüssigerdgas aus Katar. Der Gaspreis ist bereits um rund 50 Prozent gestiegen. Für Heizölkunden sorgt diese Entwicklung für Unsicherheit und Nachfragen, die sich auch bei Händlern wie Scharr Wärme bemerkbar machen.
Kunden, deren Heizöltanks leer oder fast leer sind, sollten laut Wolff nicht in Panik geraten und möglichst nicht volltanken. Stattdessen empfiehlt er, zunächst kleinere Mengen zu kaufen, um durch die nächsten Wochen zu kommen. Grund: Das Ende der Heizperiode naht. Wer jetzt abwartet, kann eventuell von später sinkenden Preisen im Jahresverlauf profitieren.
Bereits kurz nach Beginn der Krise griffen viele Kunden frühzeitig zu und konnten noch von niedrigeren Preisen profitieren. Seitdem sind die Preise weiter gestiegen, was zu weiteren verunsicherten Anrufen und E-Mails bei den Händlern führt. Es gibt laut Wolff vermehrt Angstkäufe – vor allem von älteren Kunden, die jetzt ihren Tank komplett füllen.
Wie sich die Energiepreise in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln, ist aktuell nicht vorhersehbar. Erfahrungen aus früheren Krisen, wie beim Ukrainekrieg, zeigen, dass nach dem ersten Preisschock auch wieder Entspannung eintreten kann. Verbraucher sollten dennoch Ruhe bewahren und hektische Kaufentscheidungen vermeiden.
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