Instagram beendet ab Mai 2026 die Verschlüsselung von DMs. Meta kann dann private Chats mitlesen. So schützt du deine Privatsphäre!
Du dachtest, deine Instagram-Chats sind sicher? Das war einmal! Ab dem 8. Mai 2026 beendet Instagram die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Direct Messages. Das bedeutet: Meta kann deine privaten Nachrichten mitlesen, analysieren und für Werbezwecke nutzen.
Bisher konntest du in den Instagram-Einstellungen deine DMs durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützten. Das heißt, nur du und der Empfänger konnten die Nachrichten lesen – nicht mal Meta selbst hatte Zugriff. Ab Mai ist Schluss damit!
Stattdessen führt Instagram eine „Transport Layer Security“ ein. Das klingt fancy, bedeutet aber nur: Deine Nachrichten sind auf dem Weg vom Handy zu Metas Servern geschützt, dort aber völlig einsehbar. Meta kann dann munter alle deine Chats durchforsten, Inhalte automatisch scannen und analysieren, die Daten für personalisierte Werbung nutzen und auch schneller an Behörden weitergeben.
Genau das haben wir Fabian von Thun von Chip gefragt. Seine Antwort: „Meta sagt, dass kaum ein Nutzer diese Funktion wirklich genutzt hat, was nicht überraschend ist, weil diese Funktion manuell aktiviert werden musste.“
Bei anderen Anbietern und Messengerdiensten wie Signal oder WhatsApp ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung automatisch aktiviert. Aber „[b]ei Instagram müsste ich bei jedem Chat extra in die Einstellung gehen und diese Verschlüsselung einschalten. Meta zeigt sich überrascht, dass das keiner getan hat. Und deswegen sagen sie – wenn es eh keiner nutzt, schalten wir es halt ab.“, so Fabian. Das beutet also, dass vermutlich kaum einer von uns die Ende-zu-Ende- Verschlüsselung bisher überhaupt genutzt hat.
Es handelt sich um eine Debatte, die bereits seit Längerem geführt wird. Dabei stehen sich Sicherheit und Privatssphäre gegenüber. Denn eine vollständig verschlüsselte Kommunikation erschwert deutlich, illegale Inhalte zu erkennen oder strafrechtlich relevante Aktivitäten zu verfolgen. TikTok argumentiert seit Langem damit, dass sie Sicherheit und Moderationsmöglichkeiten stärker gewichten als maximale Privatsphäre.
Zur Wahrheit gehört aber auch: mehr Daten bedeuten auch mehr Geld durch gezieltere Werbung. Das Wissen darüber mit wem du wann über welche Themen schreibst, welche Emojis du verwendest und mehr, wiegen in der Welt der Konzerne bares Geld.
Während andere Plattformen ihre Sicherheitsstandards erhöhen, geht Meta den umgekehrten Weg. Für uns Nutzer bedeutet das weniger Privatsphäre. Die Änderung wird automatisch für alle User aktiviert. Du musst nicht zustimmen – es passiert einfach.
Kann ich die Verschlüsselung beibehalten?
Nein.
Sind meine alten Chats auch betroffen?
Nein, bereits verschickte Nachrichten bleiben verschlüsselt, vorausgesetzt du hattest die Ende-zuEnde-Verschlüsselung zuvor aktiviert. Nur neue Chats ab dem 8. Mai sind betroffen.
Was passiert mit meinen Daten?
Meta kann deine Chats für Werbezwecke analysieren, Trends erkennen und personalisierte Anzeigen schalten.
Betrifft das auch WhatsApp?
Nein, WhatsApp behält vorerst die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei.
Kann ich zu anderen Messengern wechseln?
Klar! Signal, Telegram oder Threema bieten besseren Datenschutz für private Gespräche.
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