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Trotz günstigerem Kakao: Schoko-Osterhasen teurer denn je
4. Mai 2026

Trotz sinkender Kakaopreise werden Schoko-Osterhasen immer teurer. Was steckt hinter den Preiserhöhungen bei Lindt & Co?

Worum es geht

Die Preise für Schoko-Osterhasen und Schokolade sind innerhalb eines Jahres erneut erheblich gestiegen – und das, obwohl die Rohkakaopreise zuletzt deutlich gefallen sind. Verbraucher merken das besonders vor den Feiertagen im Supermarktregal.

Die wichtigsten Fakten

Aktuelle Auswertungen zeigen: Schokoladenprodukte kosten je nach Größe und Marke 7 bis 29 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der beliebte Lindt-Osterhase verteuerte sich im 100-Gramm-Format um 70 Cent (+16 %) gegenüber März 2025, der 50-Gramm-Hase um 50 Cent (+18 %). Auch andere bekannte Marken wie Milka haben die Preise erhöht. Im Vergleich zu 2024 liegen die Preise für viele Schokoladenartikel heute bis zu 44 Prozent höher (Deutschlandfunk).

Hintergrund: Warum steigen die Preise?

Obwohl die Rohkakaopreise nach einer Rekordrallye 2024 wieder auf Vorkrisenniveau von 2023 zurückgegangen sind (zuletzt etwa 2.800 Euro/Tonne), bleiben die Endverbraucherpreise hoch. Ursache sind laut Herstellern vor allem langfristige Einkaufskontrakte: Die günstigeren Rohstoffpreise schlagen hier erst mit Zeitverzögerung durch. Zudem bleiben weitere Kosten für Nüsse, Verpackungen und Energie laut Lindt & Sprüngli hoch. Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie bestätigt, dass sich Rohstoff-Entwicklungen oft erst nach mehreren Monaten im Handel bemerkbar machen (Deutschlandfunk).

Einordnung für NRW

Die Preissteigerungen betreffen sämtliche Supermärkte und Discounter – auch in NRW. Eigenmarken konnten ihre Preise etwas senken, Markenprodukte blieben dagegen teuer. Verbraucher greifen deshalb seltener zu Schokolade: Laut YouGov-Umfrage isst jeder Zweite mittlerweile weniger als noch vor zwei Jahren (Deutschlandfunk).

Schokolade teurer als Fleisch

Ein besonders eindrucksvoller Vergleich: Lindt-Schokolade ist mittlerweile teurer als hochwertiges Frischfleisch, so Handelsexperte Kortum. Insgesamt ist eine Schokoladentafel laut Statistischem Bundesamt im Januar 2026 rund 70 % teurer als 2020, Schokoriegel sogar 75 % (Deutschlandfunk).

Ausblick

Auch wenn die Rohstoffkosten gesunken sind, rechnen Experten nicht unmittelbar mit sinkenden Endverkaufspreisen für Marken-Schokolade. Das liegt an den oben genannten Verzögerungseffekten und weiterhin hohen Kosten für Zutaten und Verpackung. Kunden müssen also weiterhin mit hohen Preisen im Schokoladenregal rechnen.

Quellen

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