Drei Tote durch Legionellen: Prozess gegen Uniklinik-Mitarbeiter in Köln startet. Alle Fakten und Hintergründe zum Fall.
Drei Menschen sind an einer Legionellen-Infektion in der Uniklinik Köln gestorben, drei weitere Patienten erkrankten schwer. Ein 61-jähriger Mitarbeiter einer Tochterfirma steht hierfür seit Mittwoch vor dem Kölner Landgericht. Der Vorwurf: Er soll die vorgeschriebenen Tests nach einer Anlagenreinigung unterlassen haben. UPDAY
Der Prozess wird wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung geführt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte im Jahr 2020 die Klima-, Kühl- und Lüftungstechnik nicht ordnungsgemäß kontrolliert und überwacht. Die betreffende Anlage wurde nach der Reinigung im Januar 2020 im Mai 2020 wieder in Betrieb genommen, ohne die vorgeschriebenen Legionellen-Tests durchzuführen.
Ab der zweiten Junihälfte 2020 verbreitete sich legionellen-belasteter Wasserdampf aus der Anlage über rund 100 Meter auf eine Patientenstation. Dort kam es bei sechs Patienten zu einer schweren Lungenentzündung. Drei Patienten verstarben an den Folgen, während sich drei weitere nach einer Antibiotikabehandlung erholten. UPDAY
Der Fall hat in NRW und speziell in Köln hohe Aufmerksamkeit erregt, da Krankenhaushygenie und der Umgang mit technischen Anlagen unter besonderer Kontrolle stehen. Die Ermittlungen werfen Fragen nach den Kontrollmechanismen in Kliniken auf und könnten weitreichende Konsequenzen für vergleichbare Einrichtungen haben.
Der Prozess ist auf sieben Verhandlungstage angesetzt und soll Mitte Juni 2026 enden. Das Urteil wird mit Spannung erwartet, zumal es um die Verantwortung im Umgang mit Hygiene-Risiken im Krankenhausbetrieb geht.
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