Die Stadt Bonn, Polizei und Universitätsklinikum arbeiten gemeinsam an Drogenprävention durch Abwasseranalytik.
Die Stadt Bonn, die Polizei und das Universitätsklinikum Bonn haben ein gemeinsames Projekt mit dem Namen „AWARE“ gestartet, das die systematische Untersuchung von Abwasser zur Drogenprävention umfasst. Dieses Projekt zielt darauf ab, den Konsum illegaler Drogen frühzeitig zu erkennen und Präventionsmaßnahmen entsprechend anzupassen.
Die Abwasseranalytik soll objektive Daten zu Konsumtrends liefern, um rechtzeitig auf Entwicklungen reagieren zu können. Insbesondere die steigende Zahl an Kokaindelikten in Deutschland gibt Anlass zur Sorge, weshalb Bonn diese innovativen Methoden anwendet.
Im Rahmen der ersten Analysen wurden auffällige Rückstände von Kokain und Crack festgestellt, was die vorhandenen Beobachtungen der Polizei in der offenen Drogenszene unterstützt. Auch für Cannabis zeigen die Werte seit September 2025 einen Anstieg, ebenso gibt es erste Hinweise auf steigende Werte bei Amphetamin.
Die gewonnenen Daten sind für die städtischen Verwaltungen von großem Nutzen. Dadurch können soziale und ordnungsrechtliche Maßnahmen besser koordiniert werden. Die Verantwortlichen betonen, dass die Analysen rein präventiven Charakter haben und keine Rückschlüsse auf individuelle Personen oder spezifische Stadtteile zulassen.
Für die weitere Durchführung des Projekts wurde ein enger Austausch zwischen den Beteiligten etabliert, um die Ergebnisse effektiv in die Präventionsarbeit zu integrieren.
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