Bonn setzt auf Abwasseranalytik zur Drogenprävention in Kooperation mit Polizei und Universitätsklinikum.
Die Polizei Bonn, die Stadt Bonn und das Universitätsklinikum Bonn haben ein gemeinsames Projekt mit dem Namen „AWARE“ ins Leben gerufen. Ziel dieses Projektes ist es, die Abwasseranalytik zu nutzen, um Erkenntnisse zur Drogenprävention zu gewinnen. Ab April 2024 werden systematische Untersuchungen des Abwassers auf illegal ausgetretene Substanzen durchgeführt. Dies soll helfen, Konsumtrends frühzeitig zu erkennen und Anpassungen in den Präventionsmaßnahmen zu ermöglichen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der steigenden Anzahl von Delikten im Zusammenhang mit Kokain. Diese neuen Daten sollen als Frühwarnsystem fungieren und es ermöglichen, polizeiliche Maßnahmen entsprechend auszurichten.
Die ersten Analysen zeigen einen deutlichen Anstieg der Rückstände von Kokain und Crack im Abwasser, während bei Cannabis die Werte seit einer Teillegalisierung gestiegen sind. Bei synthetischen Drogen wie Amphetamin ist ebenfalls ein leichter Anstieg festzustellen, während für andere Substanzen wie Fentanyl bislang keine Nachweise vorliegen.
Die Projektpartner betonen, dass es sich bei „AWARE“ um ein rein präventives Vorhaben handelt und keine Rückschlüsse auf individuelle Konsumenten oder spezifische Stadtteile möglich sind. Die gewonnenen Daten sollen der Stadtverwaltung und den Hilfseinrichtungen helfen, präventive Maßnahmen besser zu steuern.
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!