Der sechste Castor-Behälter mit Atommüll ist sicher in Ahaus angekommen. Noch 146 Transporte stehen aus – alle Infos zur Lage in NRW im Überblick.
Update für alle, die die Lage im Blick behalten: Der sechste Castor-Behälter mit hochradioaktivem Atommüll hat sein Ziel erreicht! In der Nacht wurde der Spezialbehälter per Schwerlasttransporter ohne Zwischenfälle vom ehemaligen Forschungsreaktor in Jülich ins Zwischenlager nach Ahaus gebracht.1 Wer die ganze Vorgeschichte noch nicht kennt: In einem früheren Beitrag haben wir bereits berichtet, wie der sechste Transport auf rund 170 Kilometern Strecke noch unterwegs war – jetzt ist er offiziell angekommen.2
Seit März laufen diese Transporte bereits – und bislang ist bei allen sechs kein einziger Zwischenfall aufgetreten.2 Das klingt beruhigend, aber der Großteil der Aktion steht noch bevor: Insgesamt müssen 152 Castor-Behälter von Jülich nach Ahaus transportiert werden. Aktuell ist also gerade mal ein Bruchteil erledigt.1
In den Behältern stecken rund 300.000 Brennelement-Kugeln – das macht diese Verlagerung zu einem der größten Atommüll-Straßentransporte seit Jahrzehnten in Deutschland.1 Kein Wunder also, dass das Ganze mit einem massiven Polizeiaufgebot abgesichert wird.
Wie schon bei den vorherigen Transporten war die Polizei auch diesmal mit schätzungsweise Hunderten Beamten an den Start- und Zielpunkten sowie entlang der gesamten Strecke im Einsatz.1 Die betroffenen Autobahnabschnitte wurden während des Transports gesperrt – wer also nachts unterwegs war und sich über die Sperrung gewundert hat, kennt jetzt den Grund.2
Aus Sicherheitsgründen wurden die genauen Termine, Fahrtrouten und Alternativstrecken übrigens nicht vorab bekanntgegeben.1 Das ist beim Thema Atommüll-Transport gängige Praxis – und macht es für Protestgruppen und potenzielle Störer deutlich schwieriger, sich zu koordinieren.
Für alle Autofahrerinnen und Autofahrer in NRW gilt weiterhin: Augen auf! Solange die restlichen 146 Transporte noch ausstehen, kann es jederzeit wieder zu kurzfristigen Sperrungen auf den Autobahnen zwischen Jülich und Ahaus kommen.2 Wann genau der nächste Transport rollt, wird natürlich auch diesmal nicht vorab kommuniziert.
Sechs von 152 – das klingt nach einem guten Start, aber der Weg bis zur vollständigen Verlagerung des Atommülls aus Jülich nach Ahaus ist noch weit.1 Wir bei Antenne NRW halten euch auf dem Laufenden, sobald es neue Entwicklungen gibt. Bleibt neugierig – und auf den Autobahnen bitte aufmerksam!
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