Der sechste Castor-Behälter mit Atommüll ist von Jülich nach Ahaus unterwegs. Was das für Autofahrer in NRW bedeutet, erfährst du hier.
Wenn du gerade auf der Autobahn im Rheinland oder Münsterland unterwegs bist und dich ein riesiger Schwerlasttransporter ausbremst – das könnte kein Zufall sein. Der sechste Castor-Behälter mit hoch radioaktivem Atommüll ist aktuell von Jülich auf dem Weg ins Zwischenlager Ahaus. 1 Die Serie der Spezialtransporte quer durch Nordrhein-Westfalen geht also weiter – und das mitten im Alltag der Menschen hier in NRW.
Die Castor-Behälter werden aus dem ehemaligen Forschungsreaktor in Jülich abtransportiert und ins Zwischenlager im westfälischen Ahaus gebracht. Die Route ist rund 170 Kilometer lang – und die Fahrt dauert etwa vier Stunden. 1 Klingt erstmal nicht nach viel, aber der Aufwand dahinter ist enorm.
Hunderte Polizeibeamte sichern den Transport am Start- und Zielpunkt sowie entlang der gesamten Strecke. Die genaue Fahrtroute wird aus Sicherheitsgründen übrigens nie vorab bekanntgegeben – die Aktion läuft bewusst unangekündigt ab. 1 Ein bisschen wie bei einem Geheimauftrag, nur mit deutlich mehr Tragweite.
Keine Panik, aber du solltest es wissen: Diesmal sperrt die Polizei die Autobahnen nicht komplett – im Gegensatz zu einigen der vorherigen Transporte. Trotzdem kann es zu kurzzeitigen Behinderungen kommen, wenn der Schwertransporter langsam unterwegs ist. 1 Also lieber etwas mehr Zeit einplanen, wenn du gerade in der Region unterwegs bist.
Seit Ende März werden die Castor-Behälter schrittweise aus Jülich abtransportiert. Die ersten fünf nächtlichen Transporte sind laut Polizei alle ohne Zwischenfälle verlaufen – das ist schon mal eine gute Nachricht. 1 Jetzt ist also Nummer sechs dran, und der rollende Atommüll-Konvoi durch NRW geht in die nächste Runde.
Die Castor-Transporte durch NRW sind kein neues Thema, aber sie betreffen uns alle direkt – ob als Autofahrer auf der Autobahn oder als Anwohner entlang der Strecke. Antenne NRW hält dich auf dem Laufenden, wenn sich rund um die Transporte etwas tut. Bis dahin: Augen auf auf der Autobahn – und vielleicht einfach etwas früher losfahren, wenn du heute noch unterwegs bist. 1
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