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Kölner Bauarbeiter schaffen es selten bis 67 – IG BAU schlägt Alarm
10. Juli 2026

Kölner Bauarbeiter schaffen es kaum bis 67 – die IG BAU fordert jetzt faire Übergänge in die Rente für körperlich belastende Berufe.

Schuften bis zum Umfallen? Nicht mit der IG BAU!

Stell dir vor: Du schleппst täglich schwere Lasten, kletterst auf Gerüste und arbeitest bei praller Hitze oder eisigem Frost – und das jahrzehntelang. Genau das ist der Alltag tausender Bauarbeiter in Köln. Doch während Politiker über längere Lebensarbeitszeiten diskutieren, zeigt die Realität auf den Baustellen ein ganz anderes Bild. Die IG BAU Köln-Bonn macht jetzt laut auf ein echtes Problem aufmerksam – und fordert faire Lösungen für die härtesten Jobs da draußen.1

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache

Von den rund 9.370 Bauarbeitern, die aktuell in Köln beschäftigt sind, sind laut Arbeitsagentur gerade mal etwa 350 älter als 63 Jahre.1 Das ist weniger als vier Prozent – und das sagt eigentlich alles. Wer täglich als Maurer, Dachdecker, Kanal- oder Straßenbauer unterwegs ist, stößt körperlich irgendwann an seine Grenzen. Und das passiert bei vielen Betroffenen laut IG BAU schon vor dem 60. Lebensjahr.

„Sie packen die Arbeit auf dem Bau gesundheitlich dann einfach nicht mehr“, erklärt Mehmet Perisan, Vorsitzender der IG BAU Köln-Bonn.1 Und genau das ist das Problem: Während Rentenkommission und Bundesregierung über eine mögliche Erhöhung des Rentenalters sowie das mögliche Aus der Rente mit 63 diskutieren, kämpfen echte Menschen auf echten Baustellen schlicht ums Durchhalten.

Längere Arbeitszeit? Für viele schlicht nicht machbar

Die Debatte um längere Lebensarbeitszeiten klingt in Büros vielleicht theoretisch machbar – auf dem Bau ist sie es nicht. Perisan macht klar: Bis 67 durchzuhalten, schaffen nur die wenigsten. Und sollte das Rentenalter weiter steigen, wird das für Beschäftigte in körperlich schweren Berufen faktisch unmöglich.1

Dabei geht es nicht nur um Bauarbeiter. Auch Menschen in der Land- und Forstwirtschaft, in der Gebäudereinigung sowie im Garten- und Landschaftsbau sind täglich extremen körperlichen Belastungen ausgesetzt. Die IG BAU fordert deshalb, dass eine faire Rente auch berücksichtigt, wie hart jemand gearbeitet hat – und nicht nur, wie lange.1

Was die IG BAU konkret fordert

Für die Gewerkschaft ist klar: Es braucht vernünftige Übergänge vom Arbeitsleben in den Ruhestand – sogenannte „Brücken“. Konkret verlangt Perisan einen „Expresszugang in den regulären Ruhestand“ für Beschäftigte in besonders belastenden Berufen.1 Heißt: Wer jahrzehntelang körperlich hart gearbeitet hat, soll nicht zusätzlich bestraft werden, indem er oder sie länger ackern muss als andere.

  • Flexible Übergänge vom Berufsleben in die Rente für körperlich belastende Berufe
  • Anerkennung der gesundheitlichen Belastung beim Rentenantritt
  • Expresszugang in den Ruhestand für Bau- und vergleichbare Berufe
  • Keine weitere Erhöhung des Rentenalters ohne Ausnahmeregelungen

Fazit: Harte Arbeit verdient faire Regeln

Wer morgens früh raus muss, bei jedem Wetter schuftet und seinen Körper täglich ans Limit bringt, hat eine faire Rente verdient – und zwar eine, die das auch wirklich widerspiegelt. Die Zahlen aus Köln zeigen deutlich: Das aktuelle System funktioniert für Menschen in schweren Berufen schlicht nicht. Die IG BAU Köln-Bonn kämpft für faire Brücken in den Ruhestand – und das ist mehr als berechtigt.1 Was meint ihr dazu? Diskutiert gerne mit uns auf unseren Social-Media-Kanälen!

Quellen

  1. Bau-Beschäftigte brauchen Brücken: IG BAU: Kölner Bauarbeiter schaffen es selten bis 67 – Rheinische Anzeigenblätter


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