Der neue ADAC-Test zeigt: Rastplätze in NRW sind noch schlechter als 2022 – fünf von acht Anlagen haben sich weiter verschlechtert. Das solltet ihr wissen!
Schmutzige Toiletten, kaputte Ausstattung, fehlende Sicherheit – wer auf deutschen Autobahnen eine Pause einlegt, erlebt oft eine unangenehme Überraschung. In einem früheren Beitrag haben wir euch bereits berichtet, wie verheerend der ADAC-Test von 2022 für viele Rastplätze in NRW ausgefallen ist – mit Anlagen wie Hoxhöfe, Wittenhorst und Sürenheide, die damals sogar als „sehr schlecht“ bewertet wurden. Jetzt hat der ADAC erneut getestet, und die neue Studie macht deutlich: Vieles hat sich seitdem nicht verbessert – im Gegenteil.1
Für seinen neuen Test hat der ADAC erneut 50 unbewirtschaftete Rastplätze an deutschen Autobahnen unter die Lupe genommen. Das Fazit ist ernüchternd: Der Zustand der Anlagen hat sich gegenüber dem letzten Test im Jahr 2022 vielfach weiter verschlechtert.1 Bewertet wurden Sauberkeit, Ausstattung, Sicherheit und der allgemeine Zustand der Anlagen.
Wichtig zu wissen: Die Studie ist nicht repräsentativ – getestet wurden lediglich 50 von rund 1.500 unbewirtschafteten Raststätten bundesweit.1 Trotzdem liefert sie ein deutliches Signal, das ihr als Autofahrerin oder Autofahrer kennen solltet.
Besonders bitter ist die Entwicklung für uns hier in Nordrhein-Westfalen. Von den acht getesteten Rastplätzen im Bundesland schnitten gleich fünf noch schlechter ab als beim letzten Test 2022.1 Das ist keine Kleinigkeit – das ist ein klarer Trend in die falsche Richtung.
Schon beim ADAC-Test 2022 hatte der Verband auf systematische Vernachlässigung hingewiesen und mehr Reinigungsintervalle sowie eine bessere Grundausstattung gefordert.2 Passiert ist offenbar zu wenig. Die Mängel bei Sauberkeit und Ausstattung ziehen sich weiterhin wie ein roter Faden durch die NRW-Ergebnisse.1
Ihr plant einen Roadtrip durch NRW oder seid sowieso regelmäßig auf der Autobahn unterwegs? Dann macht euch am besten auf einiges gefasst – und checkt vorher kurz, ob auf eurer Route ein bewirtschafteter Rastplatz liegt. Denn die Empfehlung bleibt dieselbe wie schon beim letzten Test:2
Das ist die Frage, die sich viele stellen. Unbewirtschaftete Rastplätze werden nicht von privaten Betreibern geführt – die Verantwortung liegt bei der öffentlichen Hand. Der ADAC hatte bereits 2022 auf systematische Vernachlässigung hingewiesen und klargemacht, dass häufigeres Reinigen und ein besseres Nachfüllen von Verbrauchsmaterialien dringend nötig wären.2 Dass fünf von acht NRW-Rastplätzen im neuen Test noch schlechter abschneiden als zuvor, zeigt: An den Stellschrauben wurde bislang kaum gedreht.1
Die neue ADAC-Studie ist ein Weckruf – nicht nur für die Verantwortlichen, sondern auch für uns alle als Verkehrsteilnehmende. NRW hat hier echten Nachholbedarf, und die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Bis sich das ändert, heißt es: gut vorbereitet sein, bewirtschaftete Rastplätze bevorzugen und im Zweifelsfall einfach etwas länger bis zur nächsten sauberen Toilette fahren. Klingt unbequem? Ist es leider auch.
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