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Rheinpegel auf Rekord-Tief: So wirkt sich das Niedrigwasser auf Köln und ganz NRW aus
16. Juli 2026

Der Rheinpegel in Köln erreicht einen historischen Tiefstand – seit 1816 wurde im Juli kein so niedriger Wert gemessen. Was das für NRW bedeutet, liest du hier.

Der Rhein zieht sich immer tiefer zurück

Was sich in den letzten Wochen langsam abgezeichnet hat, ist jetzt bittere Realität: Der Rhein erreicht gerade historische Tiefststände. Wochenlange Trockenheit und Hitze haben den Wasserstand so stark sinken lassen, dass in Köln jetzt ein Pegel von rund 85 Zentimetern erwartet wird – und das ist kein Wert, den man einfach mal so nebenbei erwähnt. Der ist tatsächlich rekordverdächtig.1

Schon in einem früheren Beitrag haben wir berichtet, wie das sinkende Wasser in Düsseldorf der Kirmesfähre zu schaffen macht und die Schifffahrt auf dem Rhein zunehmend unter Druck gerät. Seitdem hat sich die Lage weiter zugespitzt.2

Ein Negativ-Rekord für die Geschichtsbücher

Die Zahlen sprechen für sich: Laut den Stadtentwässerungsbetrieben Köln (Steb) ist ein Pegelstand von 85 Zentimetern in Köln seit Beginn der offiziellen Aufzeichnungen im Jahr 1816 noch nie im Monat Juli gemessen worden. Zum Vergleich: Der bisherige Juli-Tiefstwert stammt vom 9. Juli 1976 – also vor genau 50 Jahren – mit einem Tagesmittelwert von 1,18 Metern. Selbst im Dürresommer 2022 lag der Wert am 16. Juli noch bei 1,29 Metern.1

Der absolute Tiefstwert in Köln überhaupt wurde am 23. Oktober 2018 mit einem Tagesmittel von 69 Zentimetern registriert. Die aktuellen Werte liegen also nicht mehr weit davon entfernt – und das mitten im Sommer.1

Wann gibt es Entwarnung?

Eine kleine Atempause könnte kommen: Weil für Süddeutschland Gewitter und Regen angesagt sind, wird erwartet, dass der Rheinpegel bis Mitte nächster Woche leicht auf etwa 1,10 Meter ansteigt. Danach soll das Wasser aber voraussichtlich wieder zurückgehen. Eine echte Entspannung der Lage ist also vorerst nicht in Sicht.1

Übrigens: Für den Wasserstand in Köln sind nicht nur lokale Regenfälle entscheidend. Maßgeblich sind Niederschläge im gesamten südlichen Einzugsgebiet – also in der Schweiz, Nordostfrankreich, Süddeutschland und im Rheinland. Flüsse wie Aare, Mosel, Neckar, Main, Lahn und Sieg speisen den Rhein und bestimmen, wie viel Wasser letztlich durch NRW fließt.1

Was das für Schifffahrt und Natur bedeutet

Niedrigwasser klingt erstmal abstrakt – aber die Folgen sind ganz konkret spürbar. Für die Schifffahrt wird es bei so geringen Wasserständen zunehmend schwierig, den Fluss sicher zu befahren. Frachtschiffe können nur noch deutlich reduzierte Ladungsmengen transportieren, was wirtschaftliche Konsequenzen hat. Und auch die Fauna leidet unter den extremen Bedingungen: Wenn sich der Rhein so tief in sein Bett zurückzieht, verändert das den Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.1

Augen auf den Pegel – das bleibt spannend

Ob beim Blick auf den Rhein in Köln oder auf die Situation der Fähren in Düsseldorf: Der Rheinpegel bleibt das Thema des Sommers in NRW. Die Rekordwerte zeigen, wie sehr anhaltende Trockenheit und Hitze unsere Region treffen können. Wir behalten die Entwicklung für euch im Blick – bleibt also dran und hört rein bei Antenne NRW für alle aktuellen Infos aus eurer Region!2

Quellen

  1. Rheinpegel fällt auf Rekord-Tief: So wirkt sich das Niedrigwasser in Köln aus – Kölnische Rundschau
  2. Rheinpegel in Düsseldorf fällt: Was das für die Kirmesfähre bedeutet ANTENNE NRW – Die besten Hits aller Zeiten!


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