E-Scooter-Fahrer flüchtet nach Unfall in Siegen – bei der Polizeikontrolle folgt die Überraschung: ein Haftbefehl über fast drei Jahre Freiheitsstrafe.
Was als Verkehrsunfall begann, endete für einen 38-Jährigen in Siegen mit Handschellen und einer Gefängniszelle. Der Mann flüchtete nach einem Zusammenstoß mit einem Auto von der Unfallstelle – und das war wohl die schlechteste Entscheidung seines Tages.1
Am Mittwochmorgen, dem 22. Juli, kam es gegen 11:05 Uhr im Kreuzungsbereich Morleystraße / Berliner Straße in Siegen zu einem Crash. Ein 77-jähriger KIA-Fahrer war auf der Morleystraße unterwegs und wollte an der Kreuzung nach links abbiegen – die Ampel zeigte Grün für ihn.1
Zur gleichen Zeit überquerte der 38-Jährige auf seinem E-Scooter die Berliner Straße an der Fußgängerampel. Das Problem: Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei zeigte die Fußgängerampel zu diesem Zeitpunkt Rotlicht. Es kam zur Kollision zwischen Auto und E-Scooter.1
Der 38-Jährige stürzte bei dem Unfall und zog sich leichte Verletzungen zu. Statt zu warten, schnappte er sich seinen nicht mehr fahrbereiten E-Scooter und rannte in Richtung Kirchweg davon. Klingt nach einem Plan – war aber keiner.1
Die Polizei wurde alarmiert und konnte den Mann samt seinem Gefährt noch in der Nähe der Unfallstelle antreffen. Schon bei der Überprüfung seiner Personalien kam dann das böse Erwachen: Gegen den 38-Jährigen lag ein offener Haftbefehl vor – mit einer Freiheitsstrafe von fast drei Jahren wegen räuberischen Diebstahls.1
Nach einer ärztlichen Behandlung seiner leichten Verletzungen wurde der Mann einer Justizvollzugsanstalt zugeführt. Und als wäre der offene Haftbefehl nicht schon genug: Jetzt kommt noch ein weiteres Strafverfahren wegen Verkehrsunfallflucht obendrauf.1
Der Fall zeigt mal wieder – weglaufen ist selten eine gute Idee. Wer nach einem Unfall das Weite sucht, riskiert nicht nur ein zusätzliches Strafverfahren, sondern auch, dass genau das passiert, was man eigentlich vermeiden wollte: im Mittelpunkt des Polizeiinteresses zu stehen. In diesem Fall hat die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte dafür gesorgt, dass der Mann mit dem offenen Haftbefehl jetzt dort ist, wo er laut Gericht schon längst hätte sein sollen.1
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