Thomas Geisel, Ex-OB von Düsseldorf und BSW-Europaabgeordneter, hat die Partei verlassen. Die Gründe und was das für sein Mandat bedeutet, erfährst du hier.
Eigentlich war es ein ziemlich großer Schritt, als Thomas Geisel – früher Oberbürgermeister von Düsseldorf – nach 40 Jahren SPD-Mitgliedschaft im Jahr 2024 zum Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) wechselte. Jetzt folgt der nächste Überraschungsmoment: Geisel hat die Partei wieder verlassen. Eine BSW-Sprecherin bestätigte den Austritt, der zunächst durch das Portal The Pioneer bekannt wurde.1
Keine Sorge falls du dich fragst, was das jetzt für sein politisches Amt bedeutet: Geisel behält seinen Sitz im Europäischen Parlament und will dort auch weiterhin mit den übrigen BSW-Abgeordneten zusammenarbeiten. Der Austritt betrifft also nur das Parteibuch, nicht den Job in Brüssel.1
In seinem offiziellen Statement klingt das so: „Mein Austritt erfolgte aufgrund von Themen und Vorgängen, die nicht im Zusammenhang mit meiner Arbeit im Europäischen Parlament und der BSW-Delegation stehen. Aus diesem Grunde gehe ich ohne Groll und bin grundsätzlich gerne bereit, unsere Zusammenarbeit auch ohne BSW-Parteibuch fortzuführen.“1
Gegenüber der NRZ wurde Geisel dann doch noch etwas deutlicher. Demnach spielten interne Zustände im BSW-Landesverband Nordrhein-Westfalen eine entscheidende Rolle bei seiner Entscheidung: „Es gab und gibt organisatorische Vorgänge im BSW-Landesverband Nordrhein-Westfalen, mit denen ich einfach nicht zufrieden bin. Das ist einer der Gründe, warum ich mich zu diesem Schritt entschieden habe.“1
Ein Hinweis auf den möglichen Hintergrund: Im Herbst 2025 hatte Geisel bei der Wahl zum Co-Vorsitzenden des BSW-Landesverbands Nordrhein-Westfalen das Nachsehen – er unterlag dem früheren Linken-Politiker Andrej Hunko.1
Geisels Weg ist tatsächlich alles andere als gewöhnlich. Jahrzehntelang war er in der SPD aktiv – insgesamt 40 Jahre. Dann kam 2024 der Wechsel zum BSW, über den er damals seinen Einzug ins Europaparlament schaffte. Dieser Schritt wurde nicht von allen gut aufgenommen: Frühere Weggenossen und sogar Teile seiner Familie nahmen ihm den Parteiwechsel übel.1
Wie es jetzt weitergeht? Geisel macht erstmal in Brüssel weiter – ohne Parteibuch, aber offenbar ohne Groll. Für die NRW-Politik bleibt das trotzdem ein spannendes Signal, wie fragil die noch junge BSW-Struktur im Landesverband offenbar ist.1
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