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Trockenheit in NRW: Wann kommt endlich wieder ausreichend Regen?
25. Juli 2026

NRW erlebt den trockensten Juli seit Wetteraufzeichnungen – Flüsse, Äcker und Wälder leiden. Wann kommt endlich der ersehnte Landregen zurück nach NRW?

NRW ächzt unter der Trockenheit – die Lage ist ernst

Vertrocknetes Gras, staubige Äcker, braune Blätter und kaum Wasser in Flüssen: Nordrhein-Westfalen erlebt gerade einen der trockensten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Schon seit sechs Wochen ist es viel zu trocken – und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Wir haben die wichtigsten Infos zur aktuellen Lage für euch zusammengefasst.1

Rekord-Trockenheit: Schlimmer war’s nur 2018

WDR-Meteorologe Jürgen Vogt macht die Lage in klaren Worten deutlich: „Der Juli ist bisher an vielen Orten der trockenste seit Beginn der Wetteraufzeichnung.“ Schlimmer sei es in den meisten Orten nur 2018 gewesen.1 Dabei ist der Juli eigentlich mit dem regenreichsten Monat des Jahres – ausgerechnet dann, wenn die Vegetation ihren höchsten Wasserbedarf hat. Fällt der Regen in dieser Zeit aus, trifft das die Natur besonders hart.

Und die Zahlen sprechen für sich: In Bochum kamen im bisherigen Juli gerade mal vier Liter Regen pro Quadratmeter runter, in Attendorn zwei Liter – und in Düsseldorf sogar weniger als ein Liter. Das ist dramatisch wenig.1

Einzelne Gewitter helfen kaum – was es wirklich braucht

Was viele nicht wissen: Kurze, kräftige Regenfälle oder einzelne Gewitter bringen kaum Erholung für die ausgedörrten Böden. Vogt erklärt, warum: Große Regenmengen, die in kurzer Zeit fallen, versickern nicht im Boden, sondern fließen einfach ab – und nützen den Pflanzen herzlich wenig.1 Ein Beispiel dafür ist Willebadessen im Kreis Höxter: Von 69 Litern Regen pro Quadratmeter im bisherigen Juli fielen allein 50 Liter an einem einzigen Tag – beim Wolkenbruch am 14. Juli.

Was es wirklich braucht, ist laut Vogt ein „regelmäßiger Landregen“ – also moderate Mengen über mehrere Tage. Und genau der ist aktuell nicht in Sicht.1

Landwirtschaft, Wälder und Flüsse – alle leiden

Die Folgen der Trockenheit sind überall spürbar. Landwirtin Bettina Hueske aus Südlohn im Münsterland berichtet dem WDR von einem „staubtrockenen“ Maisfeld und deutlich geringeren Erntemengen – und das nicht nur in der Menge, sondern auch in der Qualität.1

Auch in den Wäldern zeigt die Trockenheit ihre Spuren: braune, abgestorbene Blätter und Nadeln auf dem Boden, abgestorbene Bodenpflanzen – und als gefährliche Konsequenz eine steigende Waldbrandgefahr. Nicole Fiegler, Pressesprecherin beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW, warnt zudem vor einer erhöhten Gefahr durch herabstürzende Äste und Totholz. Ihr Rat: die Wetterlage im Blick behalten.1

An den Flüssen sieht’s nicht besser aus: Von 201 Pegelmessstellen in NRW meldeten am Freitagmorgen mehr als drei Viertel einen niedrigen oder sehr niedrigen Wasserstand. Am Rhein in Köln wird sogar ein Pegelstand von unter 60 Zentimetern erwartet – das wäre niedriger als der bisherige Rekord-Tiefststand von Ende Oktober 2018.1

Trinkwasser und was jetzt kommt

Das Trinkwasser ist bislang nur in einzelnen Gemeinden knapp – zum Beispiel in Bad Oeynhausen. In vielen Kreisen gilt aber bereits ein Verbot, Wasser für private Zwecke aus Bächen, Flüssen und Seen zu entnehmen.1

Und die nächste Hitzewelle steht schon wieder vor der Tür: Ab Dienstag klettern die Temperaturen in NRW erneut auf 30 Grad und mehr. Der erhoffte Landregen? Noch nicht in Sicht. Die nächsten Schauer am Sonntag und lokale Regenfälle am Montag werden kaum ausreichen, um die ausgedörrten Böden und Gewässer zu erholen. Bleibt nur zu hoffen, dass der Sommer noch die eine oder andere Überraschung für uns parat hat – und zwar die nasse Art.1

Quellen

  1. Tagesschau/WDR: Trockenheit in NRW – Wann fällt endlich wieder ausreichend Regen?


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