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Zu laut, zu schnell: SPD Ehrenfeld kämpft für mehr Ruhe an der A 57
25. Juli 2026

Lärm an der A 57 in Köln-Ehrenfeld: Die SPD fordert Tempo 80, Lärmmessungen und Polizeikontrollen – der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Vollgas vor dem Tunnel – Anwohner am Limit

Stell dir vor, du wohnst direkt an der A 57 in Köln-Ehrenfeld – und jede Nacht brettern Autos und Motorräder mit Vollgas Richtung Tunnel. Klingt nervig? Ist es auch. Für die Anwohner des Autobahnzubringers K4 an der Herkulesstraße ist der Lärm laut Berichten inzwischen kaum noch erträglich, besonders in den Nachtstunden.1 Denn kurz vor dem Tunneleingang geben viele Fahrer noch mal ordentlich Gas – die Tunnelwände verstärken den Motorenlärm nämlich enorm, und genau das macht einigen Fans des Verbrennungsmotors offenbar großen Spaß.1

Als wäre das nicht genug: Manche Pkw- und Motorradfahrer manipulieren ihre Auspuffanlagen sogar extra, um den Krach noch lauter zu machen. Und hinter dem Tunnel steigt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 50 auf satte 100 km/h – was weitere Beschleunigungsmanöver und damit noch mehr Lärm provoziert.1 Kurz gesagt: Für die Anwohner ist das ein Dauerstress, den sie so nicht länger hinnehmen wollen.

SPD Ehrenfeld fordert: Messungen, Kontrollen, Tempo runter

Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Ehrenfeld hat jetzt gehandelt und einen Antrag eingebracht, der es in sich hat.1 Folgendes steht auf der Forderungsliste:

  • Lärmmessungen sollen die tatsächliche Belastung ermitteln – vor allem zwischen 22 und 6 Uhr nachts.1
  • Schwerpunktkontrollen der Polizei sollen unnötige Lärmerzeuger erwischen und illegale Manipulationen an Fahrzeugen aufdecken.1
  • Tempolimit runter: Zwischen den Anschlussstellen Ehrenfeld und Bickendorf soll die Höchstgeschwindigkeit in beiden Fahrtrichtungen auf 80 km/h gesenkt werden – mit dauerhafter Überwachung.1

Das Beste daran? Der Antrag wurde in der Bezirksvertretung einstimmig angenommen.1 Da zieht also mal ausnahmsweise wirklich jeder an einem Strang.

Früher gescheitert – jetzt neue Chancen

Ganz neu ist die Idee übrigens nicht. Vor etwa zehn Jahren hatte die Bezirksvertretung schon mal einen ähnlichen Vorstoß unternommen – und war damit am Veto der Bezirksregierung gescheitert. Der Grund damals: Verkehrsbeschränkende Maßnahmen waren nur bei einer „besonderen Gefahrenlage“ erlaubt.1

Doch seit Herbst 2024 hat sich die Rechtslage grundlegend geändert. Eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit ist jetzt auch dann möglich, wenn es um den Schutz der Umwelt, die Gesundheit der Anwohner oder eine geordnete städtebauliche Entwicklung geht.1 Damit haben die Ehrenfelder Anwohner und die SPD dieses Mal deutlich bessere Karten in der Hand.

Was bedeutet das für Köln-Ehrenfeld?

Wenn die Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, könnte das für die Menschen rund um die Herkulesstraße endlich eine spürbare Erleichterung bringen – weniger Lärm, weniger Stress, bessere Nächte. Und mal ehrlich: Das sollte eigentlich keine große Forderung sein. Wir bleiben dran und halten euch auf dem Laufenden – alle aktuellen News aus NRW findet ihr immer auf antenne.nrw.

Quellen

  1. Zu schnell, zu laut: SPD Ehrenfeld möchte Anwohner der A 57 schützen – Kölner Stadt-Anzeiger


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