Kiosk in Voerde muss Sitzbank gegen Stehtisch tauschen – die Stadt hat es so angeordnet. Was steckt hinter der Behörden-Entscheidung für das Büdchen von…
Eigentlich klingt es nach dem perfekten Sommer-Vibe: ein kühles Getränk vom Kiosk, die Sonne im Gesicht, gemütlich auf einer Bank sitzen und den Tag genießen. Für die Kunden eines Kiosks in Voerde ist dieser Traum jetzt offiziell vorbei – zumindest was das Sitzen angeht. Die Stadt Voerde hat angeordnet, dass die Sitzgelegenheiten vor dem Büdchen weggeräumt werden müssen. Klingt nach einer Geschichte, die man sich nicht ausdenken kann, oder?1
Halime Bozac hat sich mit ihrem Kiosk in Voerde einen echten Lebenstraum erfüllt.1 Ein eigenes Büdchen – für viele NRWlerinnen und NRWler ist das die reinste Herzensangelegenheit. Kioske sind eben mehr als nur ein Laden: Sie sind Treffpunkt, Nachbarschafts-Hotspot und ein Stück Heimat. Genau deshalb trifft die Anordnung der Stadt so hart.
Denn jetzt heißt es: Stehen statt Sitzen. Die Bank vor dem Kiosk musste weichen – auf Anordnung der Stadt Voerde. Was genau dahintersteckt? Der Tausch: Bank raus, Stehtisch rein.1 Die Kunden müssen ihre Getränke also künftig im Stehen genießen.
Behördliche Auflagen für Kioske und kleine Geschäfte sind in NRW nichts Neues. Oft geht es dabei um Fragen rund um Sondernutzungsrechte im öffentlichen Raum – also darum, wie viel Platz ein Geschäft vor seiner Tür nutzen darf und in welcher Form. Sitzmöglichkeiten können dabei schnell zum Streitthema werden, weil sie aus einem simplen Kiosk-Stopp einen richtigen Aufenthaltsort machen – und das wiederum andere Regeln und Genehmigungen erfordern kann.1
Für Halime Bozac bedeutet das: Sie muss sich mit dem Stehtisch arrangieren, auch wenn das für ihre Kundschaft sicher eine Umstellung ist. Wer jetzt also beim Büdchen in Voerde vorbeischaut, der genießt sein Kaltgetränk eben im Stehen.
Kioske haben in Nordrhein-Westfalen eine lange Tradition. Sie sind fester Bestandteil der Nachbarschaft, oft über Generationen hinweg. Dass sich jemand den Traum vom eigenen Büdchen erfüllt – wie Halime Bozac in Voerde – zeigt, wie viel Herzblut in dieser Idee steckt.1 Umso bitterer, wenn dann Behörden-Entscheidungen das Erlebnis für Kundinnen und Kunden einschränken.
Ob die Stammgäste trotzdem treu bleiben? Vermutlich ja – denn ein gutes Büdchen ist mehr als eine Sitzgelegenheit. Es ist das Gefühl, willkommen zu sein, kurz innezuhalten und mit dem Kioskbesitzer oder der Kioskbesitzerin ein paar Worte zu wechseln. Und das geht auch im Stehen.
Die Entscheidung der Stadt Voerde mag auf den ersten Blick nach kleinkrämerischer Bürokratie klingen – aber für Halime Bozac und ihre Kunden hat sie echte Konsequenzen. Der Lebenstraum Kiosk bleibt bestehen, nur eben mit Stehtisch statt Bank.1 Wir drücken dem Voerder Büdchen die Daumen, dass die Stammkundschaft trotzdem bleibt – und vielleicht macht das Stehen ja auch irgendwie sympathisch. Prost!
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