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Ein Denkmal für die Mottoqueen: Ideenwettbewerb zu Ehren von Marie-Luise Nikuta
29. Juli 2026

Zu Ehren der Kölner Karnevalsikone Marie-Luise Nikuta startet ein Ideenwettbewerb für ein Denkmal am Rudolfplatz – mit 5.

Köln ehrt seine Karnevalslegende

Sie war eine echte Ikone des Kölner Karnevals – und jetzt soll Marie-Luise Nikuta endlich auch ein bleibendes Denkmal bekommen. Der Verein „Levve un levve losse“ hat einen offenen Ideenwettbewerb gestartet, der Kreative aus ganz Deutschland dazu einlädt, ein Konzept für einen besonderen Erinnerungsort zu entwickeln. Der Anlass: In diesem Jahr hätte die 2020 verstorbene „Mottoqueen“ ihren 88. Geburtstag gefeiert.1

Was steckt hinter dem Wettbewerb?

Ein Jahr nach der Benennung des Marie-Luise-Nikuta-Platzes an der Hahnentorburg soll der Ort jetzt ein unverwechselbares Gesicht bekommen. Vereinspräsident André Schulze Isfort macht klar, was gesucht wird: „Wir suchen ab sofort das beste Konzept eines künstlerisch gestalteten Erinnerungsortes für die Kölner Karnevalslegende.“1

Konkret können das eine Skulptur, ein Denkmal, eine Boden- oder Platzgestaltung oder sogar ein integriertes Gesamtkonzept sein. Wichtig dabei: Das Lebensmotto der Sängerin – „Levve un levve losse“ – soll als verbindende Botschaft erkennbar aufgegriffen werden. Schulze Isfort erklärt dazu: „Das war nicht nur ihr Lebensmotto, sondern auch Titel eines ihrer bekanntesten Lieder und zugleich die kölsche Fassung der Goldenen Regel, die alle Kulturen und Weltreligionen verbindet.“1

Der Standort: Mittendrin in Köln

Der geplante Erinnerungsort liegt am Rudolfplatz – zwischen den Gleisen der KVB-Linien 1 und 7 und in unmittelbarer Nähe zur Schaafenstraße, dem Zentrum der queeren Community in Köln. Ein Ort, der perfekt zu Marie-Luise Nikuta passt: Sie stand ihr Leben lang für Toleranz, Integration und Lebensfreude und engagierte sich für die queere Community, lange bevor das selbstverständlich war.1

„Marie-Luise hat ihr Leben lang Menschen zusammengebracht. Ein Denkmal an diesem besonderen Ort ist die schönste Art, ihre Botschaft lebendig zu halten – mitten in Köln, für alle sichtbar“, so Schulze Isfort.1

Preise, Jury und Einsendeschluss

Das klingt doch nach einer echten Mitmach-Chance! Insgesamt werden Preisgelder von 5000 Euro ausgeschüttet. Die drei besten Entwürfe werden wie folgt prämiert:

  • 1. Platz: 2.500 Euro
  • 2. Platz: 1.500 Euro
  • 3. Platz: 1.000 Euro

Einsendeschluss ist der 11. November 2026. Über die Vergabe entscheidet eine mehrköpfige Jury – darunter Andrea Nikuta-Meerloo, die Tochter von Marie-Luise Nikuta und Ehrenpräsidentin des Vereins, sowie weitere Persönlichkeiten der Kölner Stadtgesellschaft aus Kirche, Karneval und der queeren Community.1

Und danach? Das große Ziel

Der Wettbewerb ist erst der Anfang. Auf Basis des Siegerkonzepts soll in Abstimmung mit der Stadt Köln ein dauerhafter Erinnerungsort entstehen. Die geschätzten Realisierungskosten liegen im sechsstelligen Bereich und sollen über Spenden und Förderpatenschaften finanziert werden. Interessierte Unternehmen und Privatpersonen können das Projekt schon jetzt unterstützen.1

Kurz gesagt: Wer kreativ ist, Köln liebt oder einfach Marie-Luise Nikutas Botschaft „Levve un levve losse“ im Herzen trägt, sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen. Mutige Ideen sind ausdrücklich erwünscht!

Quellen

  1. Ein Denkmal für die „Mottoqueen“ – WA.de


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