Kölns Olympiapläne für Kreuzfeld sind beeindruckend: Kita statt Dopingkontrolle, Gemüseanbau am Stadion und Wohnraum für 10.000 Menschen nach den Spielen.
Stell dir vor: Wo heute Spitzenathleten aus aller Welt auf Doping getestet werden, toben bald Kölner Kinder durch eine Kita. Klingt verrückt? Ist aber genau so geplant! Die Olympiapläne für Köln sind nämlich mehr als nur ein großes Sportspektakel – sie sollen den Grundstein für einen brandneuen Stadtteil legen. 1
Im Kölner Norden, auf dem Areal in Chorweiler, soll der neue Stadtteil Kreuzfeld entstehen. Und der Slogan der Planer bringt es direkt auf den Punkt: „Olympia wird Stadt – Gekommen um zu bleiben.“ 1
Während der Olympischen und Paralympischen Spiele wird das Areal in zwei große Bereiche aufgeteilt: einen öffentlichen Zuschauerbereich rund ums Leichtathletikstadion mit Olympic Plaza – und ein gesichertes Athletendorf für bis zu 16.000 Athleten und Betreuer. 1
Für die Spiele entsteht eine Wohnfläche von rund 310.000 Quadratmetern, dazu kommen 100.000 bis 120.000 Quadratmeter für die Infrastruktur des Dorfes – also Mensa, Poliklinik, Dopingkontrollzentrum und Trainingshallen. 1
Das Stadion selbst ist übrigens clever gebaut: Ein L-förmiger Rohbau bleibt erhalten, der Rest entsteht in modularer Holzbauweise – so können Gebäudeteile nach den Spielen demontiert und anderweitig wiederverwendet werden. Die ehemaligen Tribünen werden zu Wohnraum, die Stufenanlagen zu privaten Dachterrassen. 1
Und dann wird’s richtig spannend! Nach den Spielen startet die große Transformation. Das Dopingkontrollzentrum wird zur Kita, die Mensa für Weltklasse-Athleten zur Schule und die Poliklinik zum Ärztehaus. Die olympische Laufbahn? Wird zum öffentlichen Park. Der Aufwärmplatz der Leichtathleten zur grünen Mitte des neuen Viertels. 1
Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester sieht darin eine echte Chance: „Nach der temporären Nutzung durch die Athletinnen und Athleten entsteht hier dringend benötigter Wohnraum für bis zu 10.000 Menschen samt nachhaltig tragfähiger Infrastruktur und guter Verkehrsanbindung.“ 1
Die Apartments der Athleten sollen dabei so geplant sein, dass sie mit minimalem Aufwand in attraktive Regelwohnungen für unterschiedliche Haushaltsgrößen umgewandelt werden können. 1
Eines der coolsten Details aus den Plänen: Vertical Farming direkt am Leichtathletikstadion. An den Wänden des Stadions soll Gemüse angebaut werden – urban, lokal und ressourcenschonend. Die Planer bezeichnen das als Zeichen für eine „zukunftsorientierte Neuausrichtung urbaner Ernährungssysteme“. Wie ist das bitte in unsere Köln-News gekommen? Absolut visionär! 1
Aber das ist längst nicht alles beim Thema Nachhaltigkeit. Geplant sind außerdem:
Die Planer nennen das Ergebnis eine „kühlende Oase innerhalb des Kölner Nordens“. 1
Interessant: Kreuzfeld als 87. Kölner Veedel ist eigentlich schon vor 30 Jahren beschlossen worden – passiert ist bisher wenig. Oberbürgermeister Burmester macht deshalb klar, dass Olympia genau der Turbo sein könnte, den das Projekt braucht. Bund und Land müssten das Projekt priorisieren, so Burmester – denn mit den Spielen im Rücken ließen sich Infrastrukturprojekte wie der Anschluss an die A 57 und die S-Bahn-Station Blumenberg deutlich schneller realisieren. 1
Ob Köln den Olympia-Zuschlag bekommt, steht noch nicht fest. Aber die Pläne zeigen: Die Stadt denkt schon jetzt weit über die Spiele hinaus – und das klingt nach einem echten Game-Changer für den Kölner Norden! 1
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