Der Rheinpegel in Köln liegt bei nur 70 cm – die KD streicht Fahrten bis 16. August und sperrt mehrere Anleger. Alle Infos zu Ausfällen und Änderungen.
Wer in diesem Sommer eine entspannte Rheinfahrt geplant hat, muss jetzt stark sein: Der Rheinpegel in Köln ist auf ein ernstes Tief gefallen. Am 4. August 2026 wurde am Mittag ein Pegelstand von gerade mal 70 Zentimetern gemessen – und das hat direkte Konsequenzen für alle, die mit der Köln-Düsseldorfer Deutschen Rheinschiffahrt (KD) unterwegs sein wollen.1
Von Verspätungen über Annullierungen bis hin zu gesperrten Anlegern: Die KD hat eine ganze Reihe von Anpassungen bekanntgegeben, die ihr als Fahrgast kennen solltet, bevor ihr auf dem Steg steht und euer Schiff nirgends zu sehen ist.
Erst mal das, was viele unterschätzen: Wegen des niedrigen Pegels sind einige Anlegestellen aktuell extrem steil. Besonders abschüssig sind laut KD die Anlegestellen 7 und 8 unterhalb der Hohenzollernbrücke. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität bedeutet das: Ihr seid auf die Hilfe von Mitreisenden angewiesen – die Crew darf aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht beim Ein- und Aussteigen helfen.1
Außerdem müsst ihr eure Fahrräder, Anhänger oder E-Bikes komplett selbst an Bord und wieder runter transportieren. Also schon mal den Bizeps aufwärmen. 💪
Jetzt zum eigentlichen Kern: Welche Fahrten und Stationen sind betroffen? Die Liste ist lang – hier ein Überblick.1
Im Siebengebirge können folgende Stationen aktuell nicht oder nur eingeschränkt angefahren werden:
Am Mittelrhein sind unter anderem diese Stationen betroffen:
Und dann gibt es noch ganze Fahrten, die komplett gestrichen wurden – bis einschließlich 16. August 2026:
Zusätzlich entfällt am 6. August 2026 die Fahrt um 10.30 Uhr ab Bonn nach Linz und retour.1
Noch eine Info, die euch vielleicht überrascht: Die Goethe kann die KD bis auf Weiteres nicht einsetzen. Als Ersatz ist die MS Asbach im Einsatz – zunächst bis einschließlich 23. August 2026.1
Der niedrige Rheinpegel macht nicht nur Ausflüglern einen Strich durch die Rechnung. Auch die Güterschifffahrt kämpft mit den Folgen: Frachtschiffe können bei diesem Wasserstand deutlich weniger Ladung aufnehmen, was Transportaufwand und Kosten in die Höhe treibt.1
Die KD empfiehlt ausdrücklich: Vor jeder Fahrt unbedingt den aktuellen Fahrplan und die Schiffsbewegungen checken. Denn auch bei den Panoramafahrten in Köln kann sich die Route je nach Pegelstand und Verkehrslage kurzfristig ändern.1
Kurz gesagt: Augen auf beim Rhein-Ausflug! Plant genug Puffer ein, informiert euch rechtzeitig und rechnet damit, dass sich die Lage erst ändert, wenn der Pegel wieder steigt. Wann das passiert? Das hängt vom Wetter ab – und der Sommer 2026 macht bisher keine Anstalten, großzügig mit Regenwasser um sich zu werfen.
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