Diesel kostet aktuell 2,471 Euro pro Liter – ein neues Rekordhoch. Wir erklären die Hintergründe und verraten, wann Tanken gerade am günstigsten ist.
Wer dieser Tage an die Zapfsäule fährt, braucht starke Nerven. Die Spritpreise in Deutschland haben neue Höchststände erreicht – und das Portemonnaie bleibt dabei der Verlierer. Laut einer Auswertung des ADAC kostete ein Liter Diesel am Donnerstag, 17. September 2026, im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,471 Euro – ein neues Rekordhoch. Damit liegt Diesel erstmals über dem bisherigen Höchststand vom 7. April 2026. Super E10 gab nach mehreren Rekordtagen in Folge minimal um 0,6 Cent nach und liegt jetzt bei 2,308 Euro pro Liter.
Schaut man sich die Entwicklung im direkten Wochenvergleich an, wird klar, wie rasant die Preise gestiegen sind. Nach ADAC-Angaben kostete ein Liter Super E10 am 15. September 2026 bereits 2,300 Euro – das waren 4,1 Cent mehr als eine Woche zuvor. Noch deutlicher fiel der Anstieg beim Diesel aus: Innerhalb einer Woche verteuerte sich der Kraftstoff um 10,1 Cent auf 2,422 Euro je Liter.
Auch bei Großverbrauchern sieht die Lage nicht besser aus. Laut Statistischem Bundesamt, veröffentlicht über den Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), lag der Dieselpreis für Großverbraucher im August 2026 bei 177,57 Euro je 100 Liter (ohne Umsatzsteuer) – das entspricht einem Jahresvergleich-Plus von 46,9 Prozent gegenüber August 2025. Damit hat sich Diesel für gewerbliche Abnehmer seit dem Basisjahr 2021 um mehr als 63 Prozent verteuert.
Der zentrale Auslöser: der Irankrieg, der Ende Februar 2026 begann und seitdem die Ölmärkte in Aufruhr hält. Mit Beginn des Konflikts schossen die Benzin- und Dieselpreise massiv in die Höhe. Hinzu kam die Einführung des sogenannten Österreich-Modells ab 1. April 2026, das Preiserhöhungen an der Tankstelle auf einmal täglich um 12 Uhr beschränkt – was die Marktdynamik zusätzlich verändert hat. Ein befristeter Tankrabatt mit einer Energiesteuersenkung von rund 14 Cent lief nur vom 1. Mai bis 30. Juni und ist längst ausgelaufen.
Aktuell kostet ein Barrel der Nordseesorte Brent knapp 110 US-Dollar. Wie der ADAC betont, rechtfertigen Ölpreis und Euro-Dollar-Wechselkurs das aktuelle Preisniveau an den Zapfsäulen jedoch nur teilweise. Der Verband sieht vor allem auf Raffinerie- und Großhandelsebene weiteren Erklärungsbedarf und fordert mehr Transparenz bei der Preisbildung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Die Bundesregierung hat auf die Lage reagiert und Entlastungen angekündigt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stellte schnelle Maßnahmen in Aussicht – konkret wurden diese bislang aber nicht. Einer Übergewinnsteuer erteilte Merz eine klare Absage. Wie MOZ.de unter Berufung auf dpa berichtet, sind Union und SPD bislang uneins, wie Entlastungen konkret aussehen sollen. Die Rohölpreise gaben zuletzt immerhin etwas nach – ob das auch an den Zapfsäulen ankommt, bleibt abzuwarten.
Bis zur politischen Lösung bleibt vor allem eines: clever tanken. Der ADAC hat auf Basis einer Auswertung von mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland aus dem Mai 2026 ermittelt, wann der günstigste Zeitpunkt zum Tanken ist:
Wie teuer ist Diesel aktuell in Deutschland?
Laut ADAC-Auswertung kostete ein Liter Diesel am 17. September 2026 im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,471 Euro – das ist ein neues Rekordhoch.
Warum steigen die Spritpreise so stark?
Als Hauptursache gilt der Irankrieg, der Ende Februar 2026 begann und die Ölmärkte stark belastet. Der ADAC weist zudem darauf hin, dass der Ölpreis und der Wechselkurs das Preisniveau nur teilweise erklären – auch auf Raffinerie- und Großhandelsebene sieht der Verband Erklärungsbedarf.
Wann ist Tanken aktuell am günstigsten?
Da Tankstellen ihre Preise seit April 2026 nur noch einmal täglich um 12 Uhr erhöhen dürfen, ist der günstigste Zeitpunkt laut ADAC kurz vor 12 Uhr mittags. Direkt nach 12 Uhr springen die Preise deutlich nach oben.
Plant die Bundesregierung eine Entlastung beim Spritpreis?
Bundeskanzler Friedrich Merz hat Entlastungen angekündigt, konkrete Maßnahmen stehen aber noch aus. Union und SPD sind sich laut Medienberichten noch nicht einig, wie die Entlastung aussehen soll. Eine Übergewinnsteuer hat Merz bereits ausgeschlossen.
Wie haben sich die Dieselpreise für Großverbraucher entwickelt?
Laut Statistischem Bundesamt, veröffentlicht über den BGL, lag der Dieselpreis für Großverbraucher im August 2026 bei 177,57 Euro je 100 Liter (ohne Umsatzsteuer) – ein Plus von 46,9 Prozent gegenüber August 2025.
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